Gut eine Woche nach der Sonnenfinsternis: So viele Augenverletzungen gab es auf Mallorca
Insgesamt 28 Personen suchten nach der Sonnenfinsternis wegen Augenbeschwerden medizinische Hilfe, sieben davon mit leichten Verletzungen wie Keratitis

Kurz vor der Sonnenfinsternis am 12. August. / Manu Mielniezuk
Die totale Sonnenfinsternis am 12. August hat auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln letztlich bei sieben Menschen nachweisbare Augenverletzungen verursacht. Das ist zumindest die offizielle Zahl, die aus der Bilanz des Gesundheitsdienstes IB-Salut gut eine Woche nach dem Ereignis hervorgeht. Die wichtigste Nachricht: Bei keinem der Patienten wurde eine Retinopathie festgestellt, also jene Netzhautschädigung, vor der Fachärzte wegen möglicher dauerhafter Folgen besonders gewarnt hatten.
Zwischen dem 12. und 18. August suchten 28 Menschen wegen Augenbeschwerden, die unmittelbar mit der Sonnenfinsternis in Verbindung standen, ein Krankenhaus oder ein Gesundheitszentrum auf. Alle wurden augenärztlich untersucht. In 21 Fällen blieb es bei einem Verdacht, ohne dass eine relevante Verletzung festgestellt wurde.
Lediglich leichte Verletzungen
Bei sieben Patienten bestätigte sich dagegen eine durch die Sonnenbeobachtung verursachte Schädigung. Nach Angaben des IB-Salut handelte es sich jedoch ausschließlich um leichte Verletzungen, vor allem um Keratitis, also Entzündungen der Hornhaut. Schäden an der Netzhaut wurden nicht diagnostiziert.

Sonnenfinsternis in Santa Ponça. / Alexandra Bosse
Damit liegt die endgültige Zahl höher als in der ersten Bilanz unmittelbar nach der Sonnenfinsternis. Einen Tag später hatte der IB-Salut zunächst 16 Behandlungen wegen Augenproblemen in den öffentlichen Krankenhäusern gemeldet. Die Erfassung blieb damals noch offen, weil sich manche Beschwerden erst Stunden oder Tage nach dem direkten Blick in die Sonne zeigen können.
Weitere 80 Patienten
Zusätzlich wurden zwischen dem 12. und 18. August mehr als 80 Patienten von Gesundheitszentren an Krankenhäuser überwiesen, weil ein möglicher Augenschaden abgeklärt werden sollte. Wie viele dieser Fälle tatsächlich mit der Sonnenfinsternis zusammenhingen, konnte der IB-Salut jedoch nicht feststellen. Sie sind deshalb nicht in den 28 eindeutig zugeordneten Krankenhausfällen enthalten.
Die Bilanz fällt damit deutlich glimpflicher aus als befürchtet. Vor dem 12. August hatten Augenärzte, Optiker und andere Fachleute immer wieder davor gewarnt, die Sonnenfinsternis ohne zugelassene Schutzbrille zu beobachten. Der IB-Salut hatte für die Tage danach vorsorglich die augenärztlichen Dienste verstärkt, weil insbesondere Netzhautschäden verzögert auftreten können.
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