Achtung, Atemgift! Was bei CO-Meldern zu beachten ist
Wenn Kohlenmonoxid ausströmt, kann das ein böses Ende nehmen. So können Sie sich vor Unfällen schützen

Auch aus undichten Kaminen kann Kohlenmonoxid austreten. / Nele Bendgens
Ricarda Dieckmann (dpa)
Gerade im Winter kommt es auf Mallorca immer wieder zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Das Atemgift mit der chemischen Formel CO entsteht, wenn kohlenstoffhaltige Brennstoffe etwa in Kaminen, Öfen oder Ölheizungen unvollständig verbrennen. Die Gründe dafür können vielfältig sein – von technischen Defekten über mangelnde Wartung bis hin zu verstopften Abluftrohren. CO-Melder können vor dem unsichtbaren Gas warnen.
Schlagen sie Alarm, sollte man sich in Sicherheit bringen – und unbedingt prüfen lassen, wie es zu der erhöhten CO-Konzentration gekommen ist. Für wen CO-Melder wichtig sind und worauf man bei der Installation achten sollte, erklärt Claudia Groetschel, Sprecherin der Initiative „CO macht K.O.“.
Wovor genau schützt ein CO-Melder?
Kohlenmonoxid ist ein Atemgift, das man weder sehen, riechen noch schmecken kann. Nur technische Geräte – CO-Melder – können es aufspüren und auf eine gefährliche Konzentration in der Raumluft aufmerksam machen. Bemerkt man diese nicht, kommt es zu einer Kohlenmonoxid-Vergiftung – mit grippeähnlichen Symptomen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Schlimmstenfalls führt sie zu Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod.
Wer braucht diese Messgeräte im Haus oder in der Wohnung?
Potenzielle Gefahrenquellen sind Kamine und Öfen. Auch gas- und ölbetriebene Heizungsanlagen und Pelletlager zählen dazu. Da Kohlenmonoxid durch Wände, Decken und Böden kommt, kann die Gefahr auch von einer CO-Quelle beim Nachbarn ausgehen. So können sich ganze Gebäude mit Kohlenmonoxid füllen, da es auch durch Beton dringt. Selbst wenn man keine öl- oder gasbetriebene Heizung oder einen Ofen hat, kann man also betroffen sein, zum Beispiel in Mehrfamilienhäusern oder Doppelhaushälften. Wir konnten auch schon viele Fälle beobachten, bei denen Menschen noch betriebene Kohlegrills ins Haus geholt haben.
Wo platziert man die CO-Melder am besten?
In Schlaf- oder Wohnzimmern ohne brennstoffbetriebene Geräte, also ohne Heizung oder Ofen, in Nasenhöhe. Wenn man schläft oder auf dem Sofa sitzt, sind das etwa ein bis anderthalb Meter Höhe. Das Kohlenmonoxid bewegt sich frei durch den Raum, wir wissen nicht, wo es sich gerade befindet. Damit der Melder frühzeitig Alarm schlagen kann, sollte er dort installiert werden, wo wir das CO potenziell einatmen. In Räumen mit Heizung oder Ofen hingegen sollte er unter der Decke befestigt werden, denn die Wärme der Thermik trägt das Kohlenmonoxid eher nach oben. Allerdings sollte der Melder mindestens 30 Zentimeter von der Wand entfernt und nicht direkt über dem Ofen platziert werden. Wie beim Rauchmelder gilt auch hier: Die Mitte des Raumes ist ein geeigneter Ort.
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