22. September 2018
22.09.2018

Immobilien auf Mallorca: Pläne für neue Wohnanlagen in Palmas Viertel der Zukunft

Adressaten sind vor allem wohlhabende Ausländer. Es ist bereits das dritte Projekt inmitten der Brachflächen

22.09.2018 | 01:00
Immobilien auf Mallorca: Pläne für neue Wohnanlagen in Palmas Viertel der Zukunft

Die Umgestaltung der Brachflächen in Palma de Mallorcas Stadtviertel Nou Llevant nimmt weiter Gestalt an. „Come closer and discover the debut project by Xojay" (Nähern Sie sich und entdecken das Debüt-Projekt von Xojay) heißt es seit Neuestem auf Englisch auf einer Werbetafel an der Ecke Avinguda Mèxic und Carrer de Brotad. Auf dem Nachbargrundstück einer Gesamtschule des Einzugsbereichs des sozialen Brennpunkts Son Gotleu sollen bis Ende 2020 Luxus-Apartments mit Pool, Solarien und einem High-Tech-Fitnessstudio entstehen. Dafür hat der neu gegründete Bauträger das Studio CMV, eine Gruppe mallorquinischer Architekten, beaufragt. Sie war zuvor bereits unter anderem an der Umgestaltung des Hotel Sant Francesc in Palma de Mallorca beteiligt. Das Projekt ist bereits die dritte hochwertige Anlage, die derzeit in der Gegend beworben wird.

Das Gebiet zwischen Flughafenzubringer im Süden, der Ringautobahn im Osten, der Verkehrsbehörde im Westen und dem Kleine-Leute-Viertel La Soledat im Norden hieß noch bis vor Kurzem Polígono Levante (östliches Gewerbegebiet) und hatte genauso wenig Charme wie sein Name vermuten lässt. Nun aber soll hier, in der Nähe des 2017 fertiggestellten Kongresszentrums, ein ganz neues, modernes Palma entstehen.

Billig wird es nicht, hier zu wohnen, so viel steht schon einmal fest. Bei den 84 Apartments von Xojay mit einem bis vier Schlafzimmern können Kunden zwischen drei Designlinien wählen. Eine 91 Quadratmeter große Wohnung mit einem Schlafzimmer und Terrasse im zweiten Stock kostet 390.000 Euro aufwärts. Eine 183 Quadratmeter große Wohnung mit vier Schlafzimmern, drei Bädern und ebenfalls einer Terrasse geht mit 890.000 Euro in den Verkauf. Anfang 2019 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Xojay wirbt mit einer zweistöckigen Tiefgarage mit Ladestationen für Elektroautos, einer Lounge mit hang out area und einem High-Tech-Sicherheitssystem mit Videoüberwachung. Auch Nachhaltigkeit, etwa durch das Sammeln und Verwenden von Regenwasser, verspricht die Firma. Der Standort Nou Llevant liege in perfekter Entfernung zum Strand, dem Hafenviertel Portixol sowie der Innenstadt und dem Hafen von Palma. Hinzu käme die gute Anbindung an den Flughafen.

Einen Block weiter zäunt auch der spanische Baukonzern Metrovacesa eine Brachfläche ein. Hier soll eine sechsstöckige Anlage namens Jardins de Llevant entstehen. Dafür haben die Verantwortlichen den aus Navarra stammenden Artchitekten Patxi Mangado engagiert. Geplant sind 91 Apartments mit ein bis vier Schlafzimmern und elf zweistöckige Wohnungen mit vier Schlafzimmern. Die Preise ab Plan beginnen bei 179.000 Euro für das Ein-Zimmer-Apartment und gehen bis 530.000 Euro.

Bereits zuvor in Erscheinung getreten war der Madrider Bauträger Gestilar, der auf drei Grundstücken, die über 55.000 Quadratmeter umfassen, insgesamt 400 Wohnungen errichten will. 89 von ihnen werden zunächst in der Avinguda Mèxic, 5 unter dem Namen „Mediterrània I" entstehen. Für die Gestaltung des Projekts ist ein internationales Architekten-Team namens L35 verantwortlich. Im Januar 2019 soll laut Francisco Colom, Außendienstmitarbeiter in Palma, mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Im Mai 2021 sollen die Wohnungen mit Garagenplätzen und Abstellräumen dann einzugsbereit sein. Bei Gestilar gibt es hauptsächlich Objekte mit zwei und drei und einige wenige mit vier Schlafzimmern ab 274.000, 350.000 beziehungsweise 588.000 Euro. Die meisten verfügen über Terrassen oder Solarien. Daneben steht zukünftigen Bewohnern auch ein Pool, ein Fitnessstudio, ein Kinderspielplatz und ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung. Im Erdgeschoss der Gebäude ist Platz für drei Ladenlokale. Dass dort eine Bankfiliale sowie ein Supermarkt einziehen werden, steht laut Colom schon fest.

Etwa 60 bis 70 Prozent der bisherigen Käufer sind laut Colom Spanier und Ausländer, die bereits auf Mallorca leben. Hinzu kämen 20 Prozent Ausländer, die sich einen Zweitwohnsitz zulegen. Die übrigen zehn Prozent seien Investoren, die die Immobilien als Geldanlagen erwerben und vermieten möchten. Etliche potenzielle Käufer aus Deutschland, mit denen man schon in Kontakt sei, müssten erst noch nach Palma kommen, um sich einen Eindruck von Plänen und Lage zu verschaffen. ­Andere Grundstücke, die das Unternehmen ­danach bebauen wird, befinden sich in der Avinguda Mèxic, 15, und vor dem MZ-Verlagshaus, gegenüber dem Gesundheitszentrum.

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