11. Februar 2019
11.02.2019

Immobilien-Preise: Mallorca stellt Spanien in den Schatten, Ibiza schießt den Vogel ab

Der Quadratmeterpreis der Balearen lag im vierten Quartal 2018 bei 2.683 Euro

11.02.2019 | 12:07
Die Karte zeigt die Hotspots des anhaltenden Immobilien-Booms auf Mallorca.

Der Durchschnittspreis der auf Mallorca und den Nachbarinseln verkauften Immobilien lag im letzten Quartal 2018 bei 2.683 Euro pro Quadratmeter. Der Wert liegt damit 60 Prozent über dem spanischen Durchschnitt von 1.679 Euro pro Quadratmeter, wie aus dem Bericht des Unternehmens urbanData Analytics (uDA) hervorgeht. Und diese Kluft werde sich noch verstärken: Während sich die Immobilien auf den Balearen im vergangenen Jahren um 12,5 Prozent verteuerten, waren es im spanienweiten Durchschnitt 8,3 Prozent.

Die erzielten Verkaufspreise liegen vor allem deshalb so hoch, weil aufgrund des hohen Bodenpreises zu einem großen Teil mit Luxusimmobilien gehandelt werde, heißt es bei Branchenvertretern. Dies treffe insbesondere in ganz bestimmten Lagen wie Palma oder dem Küstenbereich im Südwesten zu, erinnert Luis Martín, Vorsitzender der Vereinigung der Bauträger auf den Balearen (Proinba).

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis der verkauften Immobilien in Calvià habe im vergangenen Quartal bei 3.462 Euro gelegen. Die zweitteuerste Lage sei Andratx mit 3.351 Euro pro Quadratmeter. Dahinter folgen die Orte Pollença (2928 Euro), Puigpunyent (2.924 Euro) und Sóller (2.923 Euro). In Palma hängen die Preise stark vom Stadtviertel ab. Der Durchschnittspreis pro Quadratmeter liegt bei 2.596 Euro.

Für Mallorca-Verhältnisse vergleichsweise niedrig liegen die Quadratmeterpreise in den Gemeinden Vilafranca (1.090 Euro), Porreres (1.365 Euro), Inca (1.382 Euro) und Lloseta (1.397 Euro). Auch in einigen größeren Gemeinden schwanken die Preise gehörig: Zahlt man in Manacor 1.535 Euro pro Quadratmeter sind es in Marratxí 2.158 und in Llucmajor 2.235 Euro.

Die Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr fallen ebenfalls höchst unterschiedlich aus. Verteuerten sich die Immobilien in Palma de Mallorca um durchschnittlich 7,7 Prozent und in Calvià um 6,1 Prozent, steigt der Wert für Inca auf 11,3 Prozent.

Der Vergleich zur sehr viel kleineren Nachbarinsel Ibiza lässt die Zahlen des Booms auf Mallorca allerdings blass aussehen. Die Preissteigerung in Ibizas Hauptstadt Eivissa betrug 2018 ganze 16,7 Prozent. Die Immobilien-Käufer zahlten im letzten Quartal des Jahres 2018 durchschnittlich 5.218 Euro für den Quadratmeter. /tg

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