05. März 2021
05.03.2021
Mallorca Zeitung

Zeitweilige Enteignung leerstehender Wohnungen auf Mallorca: Diese Banken und Fonds sind betroffen

Liste im balearischen Gesetzesblatt veröffentlicht. Die Linksregierung auf den Balearen will in den 56 leerstehenden Objekten für einen Zeitraum von sieben Jahren Sozialwohnungen schaffen

05.03.2021 | 11:17
Wohnungen in Palma de Mallorca.

Nach der Ankündigung der Linksregierung auf Mallorca, die Eigentümer von 56 Wohnungen auf den Balearen für sieben Jahre zu enteignen und Sozialwohnungen zu schaffen, sind am Donnerstag (4.3.) im balearischen Gesetzesblatt (BOIB) die Namen der betroffenen Banken und Fonds veröffentlicht worden. Es handelt sich um 15 sogenannte "grandes propietarios", also Eigentümer, die mindestens zehn Wohnungen besitzen, die seit mindestens zwei Jahren ungenutzt leerstehen.

Als Eigentümer werden die Kreditinstitute Bankia, BBVA oder Banco Sabadell genannt, vor allem aber Immobilien- und Fondsgesellschaften, von denen einige Immobilien von Banken übernommen hatten. Als Namen tauchen in der Liste unter anderem auf: Divarian Propiedad S.A., Promontoria Coliseum Residential S.L., Gobal Licata S.A., Promontoria Coliseum Real Estate S.L., Gobal Pantelaria S.A., Aliseda S.A.U., Inversiones Inmobiliarias Limara S.L., Coral Homes S.L.U., Gasolina y gasoils Low Cost Barcelona S.L., Buildingcenter S.A., Gobal Pantelaria S.A. Auch die spanische "Bad Bank" Sareb ist genannt. 

Externer Link: Liste im Gesetzesblatt (pdf-Dokument)

Im Stadtbezirk von Palma de Mallorca befinden sich 27 betroffene Objekte, 11 in Inca, 2 in Manacor, 2 in Llucmajor und eines in Calvià. Die kleinste Wohnung misst 43 Quadratmeter, die größte 141 Quadratmeter. 

Die Linkskoalition aus Sozialisten, Més und Unidas Podemos (UP) bewarb das Vorhaben als Maßnahme, um die Wohnungsnot zu lindern, indem man leerstehende Wohnungen von Banken oder Investmentsfonds bedürftigen Familien zur Verfügung stelle. Die oppositionelle Volkspartei, darunter auch der Vorsitzende der Partei in Spanien, Pablo Casado, kritisierte den Schritt als Populismus und Verletzung des Rechts auf Privateigentum. Scharfe Kritik kam auch aus der Bau- und Immobilienbranche.    /ff

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