Dem Kabelsalat an den Fassaden der Häuser auf Mallorca und in Spanien generell soll Einhalt geboten werden. Ende des Monats will das spanische Parlament ein neues Telekommunikationsgesetz verabschieden. Darin soll sich ein Passus explizit mit dem unkontrollierten Wirrwarr an den Immobilien befassen. Das berichtet die MZ-Schwesterzeitung "El periódico de España".

Nach dem neuen Gesetz müssen bei der Anbringung von neuen Kabeln "geeignete Maßnahmen zur Minimierung der visuellen Auswirkungen" getroffen werden. Als Alternative schlägt der Gesetzgeber vor, Kabel von nun an unterirdisch und eher innerhalb der Gebäude als an den Fassaden zu verlegen. Allerdings wird es Ausnahmeregelungen geben, wenn etwa eine unterirdische Verlegung nicht möglich ist. Dabei ist in Zukunft auf die kommunale Gesetzgebung hinsichtlich des Denkmalschutzes zu achten. Sollte das Parlament das neue Gesetz verabschieden, muss es noch durch den Senat.

Fast schon typisch: Stromkabel prägen das Stadtbild in Palma de Mallorca. Nele Bendgens

In den vergangenen Jahren war es auf der Insel und generell in Spanien vermehrt zu Protesten gekommen, weil die Strom- und Glasfaserkabel unkontrolliert das Stadtbild verändert hatten. Neben den ästhetischen Gesichtspunkten wurden auch Sicherheitsaspekte angeführt. /pss