Bauoffensive des Bürgermeisters: In Palma sollen 14.200 neue Wohnungen entstehen

Jaime Martínez verspricht 1.200 neue Sozialwohnungen und 13.000 weitere Wohnungen zu marktüblichen Preisen

Die Bauarbeiter werden in Palma demnächst viel zu tun haben, so denn die Projekte auch verwirklicht werden.

Die Bauarbeiter werden in Palma demnächst viel zu tun haben, so denn die Projekte auch verwirklicht werden. / EFE

Jetzt soll in Palma auf einmal in großem Stil gebaut werden. Bürgermeister Jaime Martínez hat gleich zweimal Tausende von neuen Wohnungen in der Stadt angekündigt. Zunächst versprach der konservative Politiker als Reaktion auf die Wohnungsnot Anfang Juni den Bau von 1.200 neuen Sozialwohnungen.

Wenige Tage später erklärte Martínez, dass der Raumordnungsplan jüngst dahingehend geändert wurde, dass 13.000 weitere neue Wohnungen gebaut werden können. Ihr Bau war bisher an die Fertigstellung der neuen großen Kläranlage EDAR II gekoppelt. Deren Inbetriebnahme wird nicht vor dem Jahr 2027 erwartet.

"Verlorenes Jahr"

Der Bürgermeister machte die neuerliche Ankündigung im Rahmen der Debatte um den Zustand der Stadt Palma, bei der sowohl die Oppositionsparteien als auch der Partner von Martínez, die rechtsextreme Vox, das erste Jahr PP-Stadtregierung als „verlorenes Jahr“ in Sachen Wohnungspolitik bezeichneten.

Die 13.000 Wohnungen, die Martínez nun in Aussicht stellte, entsprechen dem geplanten Wachstum von Palma für die kommenden 20 Jahre. Der Wohnraum soll in Vierteln wie Nou Llevant, Es Jonquet und Sant Jordi entstehen.

Ohne Kläranlage kein Bezug

Der Haken an der Sache: Selbst wenn die Häuser vor Fertigstellung der Kläranlage gebaut werden, können sie nicht vorher bezogen werden, weil ihnen der Anschluss an das Abwassernetz fehlt.

Bei den 1.200 neuen Wohnungen, die Martínez drei Tage zuvor versprochen hatte, soll es sich um preislich gedeckelte Sozialwohnungen handeln. Sie sollen für die Dauer einer 75-jährigen Konzession von privaten Bauträgern und Immobilienfirmen gebaut und verwaltet werden. Das Eigentum verbleibe dabei bei der Stadt, erklärte der Bürgermeister.

Wo genau sich diese Grundstücke befinden werden, sagte er nicht. Das Rathaus werde die Details bekannt geben, sobald die letzten Ausschreibungsunterlagen des Projekts abgeschlossen sind. Baustadtrat Óscar Martínez versichert, das Vorhaben „so schnell wie möglich“ voranzutreiben.

Das sind die Preise

Die Konzessionäre müssen die Wohnungen zu gedeckelten Preisen vermieten. Die bislang vorgesehene Preisspanne für Mietwohnungen mit regulierten Preisen beträgt zwischen 455 Euro und maximal 1.070 Euro für Wohnungen mit einer Nutzfläche zwischen 60 und 80 Quadratmetern.

Möglicherweise wird auch die Option eines Mietkaufs bestehen. Ein zukünftiger Verkauf an Privatunternehmen aber „sei nicht vorgesehen“, sagte Martínez.

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