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Saftige Strafe: Fast eine Million Euro Bußgeld wegen illegaler Ferienvermietung auf Mallorca

Die Verantwortlichen im Inselrat zeigen harte Hand gegen einen Immobilienbesitzer, der mehrfach ohne Lizenz Wohnungen an Urlauber vermietete

Protest gegen illegale Ferienvermietung in einem Gebäude in Palma de Mallorca vor einigen Wochen

Protest gegen illegale Ferienvermietung in einem Gebäude in Palma de Mallorca vor einigen Wochen / ZAFIRUS / CONSELL DE MALLORCA

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Harte Hand gegen die illegale Ferienvermietung: Die Verantwortlichen im Tourismusdezernat des Inselrats von Mallorca haben jetzt ein saftiges Bußgeld gegen einen Betreiber von Urlauberunterkünften verhängt, der ohne Lizenz agierte. Zwölf Sanktionen in Höhe von jeweils 80.000 Euro fordert die Behörde, insgesamt werden somit 960.000 Euro fällig. Der Vermieter soll in gleich zwölf verschiedenen Wohnungen in einem Gebäude in Palma Urlauber gegen Bezahlung untergebracht haben.

Besagtes Mehrfamilienhaus liegt im Verwaltungsbezirk Llevant der Inselhauptstadt, eine genaue Adresse wird in einer Pressemitteilung des Inselrats zu den Sanktionen nicht genannt.

Zeichen gegen "unlauteren Wettbewerb"

Tourismusdezernent José Marcial Rodríguez betonte, dass derlei Angebote unlauteren Wettbewerb gegenüber all jenen darstellten, die sich an die Vorschriften halten. Außerdem seien sie ein "enormes Problem für das Zusammenleben" in der Nachbarschaft. Die Sanktionen seien das Ergebnis der "langwierigen Arbeit" innerhalb des Dezernats. Tatsächlich ist es für die Inspekteure oft nicht einfach, die illegale Ferienvermietung nachzuweisen.

Aktuell betragen Bußgelder für illegale Ferienvermietungen auf der Insel 80.000 Euro pro entdecktem Objekt, zuvor waren es 40.001 Euro pro Wohnung gewesen. Durch die Anhebung des Bußgeldes wolle man illegal agierende Ferienvermieter davon abhalten, ihre Tätigkeit fortzusetzen, die Anwohner schützen und die Rechtssicherheit des gesamten legalen Angebots im Tourismussektor gewährleisten, so José Marcial Rodríguez weiter.

Die Hammerstrafe ist auch als politisches Statement zu verstehen: In der aktuellen Overtourism-Debatte spielt die Wohnungsnot eine große Rolle, Sie wird durch illegale Ferienvermietung weiter verstärkt. Immer wieder wurde der regionalen Politik vorgeworfen, nicht hart genug gegen die unrechtmäßigen Angebote vorzugehen. /somo

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