Luxusimmobilien immer gefragter: mehr als jeder dritte Neubau auf Mallorca kostet über eine Million Euro
Vor allem einheimische Käufer können angesichts dieser Preise längst nicht mehr mithalten

Vor allem in Son Vida sind die Immobilien ordentlich teuer. / Nele Bendgens
Neue Zahlen zum Immobilienmarkt auf Mallorca: Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft CBRE ist inzwischen mehr als ein Drittel der Neubauten auf Mallorca teurer als eine Million Euro. 20 Prozent der neuen Projekte bewegen sich im Preisrahmen zwischen einer und drei Millionen Euro, und 15 Prozent kosten mehr als drei Millionen Euro.
Vor allem nach der Corona-Pandemie hat es im Luxusbereich auf Mallorca einen enormen Zuwachs gegeben. Die allergrößte Mehrheit der einheimischen Immobilienkäufer kann auf diesem Niveau längst nicht mehr mithalten.
Auf Ibiza schon bald 40 Prozent über einer Million Euro
In Palma selbst sind es 29 Prozent aller angefangenen Immobilienprojekte, die die Schallmauer von einer Million Euro durchbrechen. Auf der Nachbarinsel Ibiza ist die Lage für einheimische Käufer noch dramatischer. Hier werden 37 Prozent der Neubauten für mehr als eine Million Euro verkauft. 16 Prozent der Häuser haben einen Preis bis drei Millionen Euro und gar 21 Prozent von mehr als drei Millionen Euro.
Die 74 Projekte auf den Balearen, die derzeit im Luxussektor entwickelt werden, haben einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 10.800 Euro, wobei es Fälle gibt, in denen die 30.000 Euro pro Quadratmeter überschritten werden.
Starke Nachfrage von Ausländern
Nach Angaben des Präsidenten der Vereinigung der Bauzeichner auf Mallorca, Luis Alfonso de León, ist vor allem die starke Nachfrage von Ausländern dafür verantwortlich, dass die Bauträger auf Luxusimmobilien setzen. Für teurere Wohnungen und Häuser sei es mitunter einfacher, Käufer zu finden als für Immobilien in niedrigeren Preiskategorien.
Dementsprechend ist auch die Zahl der Immobilien-Transaktionen auf den Balearen im Luxusbereich signifikant höher als im Rest des Landes. So entwickelte sich der Anteil der Verkäufe von Neubauten und Bestandsimmobilien mit einem Wert von über einer Million Euro von 2,6 Prozent im Jahr 2014 über nur noch 1,4 Prozent im Jahr 2016 bis hin zu 6,2 Prozent im Jahr 2022.
Boom nach Corona vorbei, aber trotzdem großes Interesse
2023 gab es dann einen leichten Rückgang auf 5,3 Prozent, was die Studie von CBRE mit dem Nachfrageboom unmittelbar nach der akuten Phase der Corona-Pandemie begründet, der dann langsam wieder abebbte. Im spanischen Durchschnitt bewegt sich gerade einmal ein Prozent der Transaktionen bei einem Wert von über einer Million Euro.
Auf Mallorca sind vor allem die hohen Grundstückspreise und das begrenzte Bauland Gründe für teure Immobilien, die sich viele der einheimischen Käufer schon längst nicht mehr leisten können. Die neue Balearen-Regierung will mit zahlreichen Maßnahmen die Schaffung von günstigeren Wohnungen fördern, kommt allerdings bisher nur langsam voran. /jk
Abonnieren, um zu lesen
- Mit Til Schweiger, Jan Josef Liefer, Anna Loos, Herbert Knaup und Ellen von Unwerth: Großer Bahnhof bei den Jacobys auf Mallorca
- Temperatursturz, Warnstufen und dann kommt der Frühling auf Mallorca zurück
- Streiks bei Lufthansa und Eurowings: Ist Ihr Mallorca-Flug betroffen?
- Erste Folge von 'Zwischen Meer und Maloche': So viel hat Mallorca-Gastronomin Krümel als Ablösesumme für das 'Schatzi' gezahlt
- Nach Teileinsturz des Speisesaals: Hotel auf Mallorca muss erst einmal schließen
- Wetter auf Mallorca: Der Frühling nimmt schon wieder an Fahrt auf
- Regen, Kälte und Sturm: Wie lange das schlechte Wetter auf Mallorca anhalten soll
- Pottwal, Buckelwal und Co.: Diese Walarten tummeln sich im Meer rund um Mallorca