Wohnungsnot auf Mallorca: Im Schnitt bewerben sich 91 Personen auf ein WG-Zimmer in Palma
Immer mehr Menschen suchen einen Platz in einer Wohngemeinschaft

Im Wohnzimmer muss man schon mal zusammenrücken: drei Frauen in einer WG auf Mallorca. | / FOTO: NELE BENDGENS
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Palma ist weiter dramatisch: Im Durchschnitt bewerben sich 91 Personen auf ein WG-Zimmer – wobei auch das Angebot an Zimmern in Wohngemeinschaften im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent gestiegen ist. Das ergab eine Studie des Immobilienportals Idealista.
Die Städte mit den meisten Bewerbern
Damit ist Palma die Stadt, in der sich die meisten Menschen durchschnittlich über das Portal auf einen Platz in einer WG bewerben. Das baskische San Sebastián kam mit 65 Bewerbern pro Zimmer auf Platz zwei. Die folgenden Plätze belegen Málaga (47 Bewerber), Vitoria (43), Bilbao (39), Girona (37), A Coruña (34), Tarragona (31), Barcelona (31), Cádiz, Valencia, Las Palmas de Gran Canaria (je 25) und Santa Cruz de Tenerife. Die Hauptstadt Madrid, die ebenfalls für ihren angespannten Mietmarkt bekannt ist, lag mit 23 Bewerbern pro Zimmer im spanischen Durchschnitt.
Auf der anderen Seite der Tabelle befinden sich die Enklave Melilla sowie Castellón, wo sich gerade einmal jeweils fünf Personen für ein Zimmer interessierten. Auch in Cordoba (6), Logroño (7), Cuenca (8) und Albacete (9) ist der Andrang eher überschaubar.
Laut Idealista ist das Interesse an einem Leben in der WG - wohl auch bedingt durch die finanziellen Schwierigkeiten, sich trotz fester Arbeit eine komplette Wohnungsmiete zu leisten - deutlich gestiegen. Spanienweit gab es 15 Prozent mehr Bewerber als im Vorjahr.
Bilbao und Palma Spitzenreiter
Am meisten ist der Ansturm in Bilbao gestiegen (66 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Palma kommt mit 46 Prozent auf Platz 2, San Sebastian mit 42 Prozent auf Platz 3. Es folgen Madrid (39 Prozent), Sevilla (23 Prozent) und Málaga (neun Prozent).
In manchen Städten ist das Interesse auch gesunken. Anführer in dieser Liste ist Castellón mit einem Rückgang von 43 Prozent. In Alicante gab es 23 Prozent weniger Bewerber, in Valencia 15 Prozent und in Barcelona acht Prozent.
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