Landhotel auf Mallorca baut Stierkampfarena ohne Genehmigung
Anwohner hatten sich über die Bauarbeiten nahe Esporles beschwert, ein Gemeindemitarbeiter kam zur Inspektion vorbei

Hier entsteht gerade ein Stierkampfplatz nahe Esporles. / DM
Stierkampf ist auf Mallorca schon seit längerem kaum noch angesagt. Es gibt nur noch wenige Gelegenheiten auf der Insel, die toros in der Arena zu bestaunen. Umso erstaunlicher ist nun ein Fall aus Esporles, den gerade der Inselrat untersucht.
Im Gebiet von Canet wird derzeit offensichtlich auf dem Grundstück eines Landhotels ein Stierkampfplatz gebaut, ohne dass dafür eine Genehmigung vorliegt. Lizenzen gibt es lediglich für das Agroturismo und ein Restaurant. Das betreffende Areal gehört der Firma Balears Investment Group mit Sitz in Madrid.
Anwohner hatten sich über Lärm und Baumaschinen beklagt
Entdeckt wurde der ungewöhnliche Bau vor wenigen Tagen von einem Mitarbeiter der Gemeinde Esporles. Dieser war aufgrund von Beschwerden der Anwohner über Lärmbelästigung und schwere Baumaschinen auf die Finca geschickt worden, auf der das LoftOtel Canet und das Restaurant Quay beheimatet sind.
Der Gemeindemitarbeiter bemerkte schnell, dass auf dem Grundstück an mehreren Stellen gearbeitet und Gebäude errichtet wurden. Der Verantwortliche für die Finca konnte dem Sachbearbeiter aus dem Rathaus keine entsprechenden Baugenehmigungen und Lizenzen vorlegen. Er räumte vielmehr ein, dass auf der Finca gerade eine Stierkampfarena errichtet wird sowie ein 30 Quadratmeter großes Nebengebäude.

Auch ein Nebengebäude für die Stierkampfarena wird gerade errichtet. / DM
Weitere Arbeiten auf der Finca
Das waren allerdings nicht die einzigen Arbeiten auf der Finca. Der Gemeindemitarbeiter stellte auch fest, dass an einem der Wohngebäude auf dem Grundstück ebenfalls Arbeiten vonstattengingen, die keine Lizenz hatten.
Andere Arbeiter wiederum waren damit beschäftigt, eine Trockensteinmauer am nahegelegenen Sturzbach instand zu setzen. Eine weitere Steinmauer wurde an einem Ende des Grundstücks errichtet, um das Nachbargrundstück abzugrenzen. In diesem Bereich sollen wohl Tiere untergebracht werden.
Die Gemeindeverwaltung von Esporles leitete den Bericht über die Arbeiten an den zuständigen Inselrat weiter und forderte die Eigentümer der Finca auf, bis auf Weiteres unverzüglich die Arbeiten einzustellen. /jk
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