Wenige Tage nach Beginn des Abrisses: Von den illegalen Wohngebäuden in der Cala Llamp steht kaum noch etwas
Aktuelle Fotos belegen, dass die Gebäude nahezu komplett dem Erdboden gleichgemacht wurden

Nicht viel mehr als Schutt ist inzwischen von den beiden Gebäuden übrig. / Juan Luis Iglesias
Mehr als zehn Jahre wurde um den Abriss der beiden illegalen Wohngebäude in Cala Llamp gerungen, seit Mittwoch (11.12.) sind die Bagger im Carrer Tonyina in Port d'Andratx im Südwesten von Mallorca nun im Einsatz. Und sie haben nach wenigen Tagen bereits ganze Arbeit geleistet.
Aufnahmen von Sonntag (15.12.) des Fotografen Juan Luis Iglesias belegen, dass von den beiden Gebäuden mit jeweils sechs Wohnungen nicht viel mehr als die Grundmauern übrig geblieben sind. Zunächst war nach Angaben von Iglesias ein Bagger mit dem Abriss beschäftigt, wenige Tage später kam dann ein zweiter Abrissbagger dazu.
Der Pool ist noch da
Inzwischen ist nach Aussage des Fotografen von der Straße aus nur noch ein riesiger Schutthaufen sichtbar. Wenn man von der anderen Seite auf das Grundstück sieht, sind noch ein paar Mauern sowie der Pool zu erkennen, der bislang nicht abgerissen ist. Nachdem das geschehen ist, wird die nächste Aufgabe für die beauftragte Firma 2+Grup sein, die Berge an Schutt zu entsorgen. Insgesamt zwei Monate hat das Bauunternehmen Zeit, die Arbeiten zu erledigen.

Von der anderen Seite aus sind noch ein paar Mauern und Treppen erkennbar. / Juan Luis Iglesias
Bis zuletzt hatten sich die Eigentümer der Apartmentanlagen, darunter auch einige Ausländer, geweigert, den Abriss hinzunehmen. Anfang Oktober hatten die Eigentümer Mitarbeitern der Gemeinde Andratx den Zutritt verwehrt, die sich vor Ort ein Bild der Lage machen und die ersten Vorbereitungen für die Abrissarbeiten in die Wege leiten wollten.
Die Vorgeschichte
Ein Richter hatte zunächst abgelehnt, dass die Gebäude zwangsgeräumt werden. Am 29. November allerdings kam die Gemeinde Andratx dann mit ihrem Antrag auf Räumung durch, nur wenige Stunden später rückten bereits die ersten Arbeiter an und versiegelten die beiden Gebäude. Wachleute wurden davor postiert, damit die Eigentümer sich nicht wieder Zugang zu ihren Wohnungen verschaffen.
Die zwölf Apartments im Carrer Tonyina waren 2005 in der Zeit von Bürgermeister Eugenio Hidalgo in einer Grünzone errichtet worden - mit einer Genehmigung, die das Rathaus laut Gerichtsurteil niemals hätte ausstellen dürfen. Es war der Kern des großen Korruptionsskandals von Andratx. Hidalgo wurde 2006 festgenommen und mehrfach wegen einer langen Reihe von Delikten verurteilt.
Der Abriss der Anlage hatte sich mehr als zehn Jahre hingezogen. Das lag lange Zeit vor allem an Einsprüchen und Revisionen der betroffenen Eigentümer bei Gericht, zum anderen am Widerstand der Bewohner, die den Zutritt zum Grundstück verweigern.
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