Schon wieder stürzt ein Kirchendach in Manacor ein
Das Unglück passierte bereits am 18. Dezember

Eindrückliche Aufnahme: Im Dach der Einsiedelei Santa Llucia klafft ein riesiges Loch. / Sebastià Sansó
Was ist bloß mit den Kirchendächern in der Gemeinde Manacor im Osten von Mallorca los? Wenige Monate, nachdem das Dach der kleinen Kirche Son Negre komplett zusammenstürzte, wurden nun schwere Schäden an einem weiteren Gotteshaus entdeckt. Ein Drohnenpilot fotografierte am Montag (30.12.) ein großes Loch im Dach der Kapelle Verge del Roser in der Einsiedelei Santa Llucia.
Die Kirche wird vom Dominikaner-Orden verwaltet. Dessen Abgesandter in Manacor, Antoni Oliver, erklärte gegenüber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca": "Ein Betonbalken hat sich von einer Seitenwand gelöst. Das hat dazu geführt, dass dieser Bereich des Dachs eingestürzt ist. Zunächst gehen wir davon aus, dass für die anderen Bereiche der Kirche keine Einsturzgefahr besteht. Es gibt keine weiteren Schäden, die mit bloßem Auge zu erkennen wären." Die Drohnenaufnahmen vom Montag derweil geben ein anderes Bild wieder. Die Fotos des Dachs weisen zahlreiche Schäden auf, die auf mangelnde Wartung hindeuten.
Einsturz bereits am 18. Dezember
Laut Oliver, der täglich in der Kirche nach dem Rechten schaut, habe sich der Teileinsturz bereits am 18. Dezember ereignet. "Wir haben sofort die Ordensleitung in Madrid sowie den Inselrat und das Rathaus Manacor verständigt." Da es sich bei der Kirche um Privatbesitz handelt, hat das Bistum Mallorca keinen Einfluss. Es obliegt nun dem Orden und dem Inselrat, Ursachenforschung zu betreiben. Oliver erklärte, man wolle zunächst den Zustand des Gebäudes von Sachverständigen überprüfen lassen.
Man habe Glück im Unglück gehabt, so der Ordenssprecher. Eigentlich wird jedes Jahr zu Weihnachten eine Krippe im Altarraum der Kapelle aufgebaut, die von den Bewohnern Manacors besucht wird. In diesem Jahr habe man aber darauf aus wirtschaftlichen Gründen verzichtet. Der Krippenaufbau koste zwischen 300 und 500 Euro. Sov iel Geld sei bei der Kollekte diesmal nicht zusammengekommen.
Seit 1275 religiöser Ort
Die Einsiedelei Santa Llucia hat eine lange Geschichte. Bereits im Jahr 1275 gab es hier, rund zwei Kilometer außerhalb von Manacor, ein religiöses Gebäude. Im 17. Jahrhundert wurde eine Kirche errichtet, von der noch Teile erhalten sind. Das derzeitige Gebäude entstand dann zwischen den Jahren 1916 und 1961 gebaut. Seither wird es von den Dominikanern verwaltet. /pss
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