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Warum sich Anwohner in Calvià gegen den Neubau von 60 Wohnungen wehren

Rund hundert Residenten der Urbanisation Cas Català haben sich am Samstag (15.2.) versammelt, um gegen das Projekt zu protestieren

Die Anwohner von Cas Català zeigen dem Projekt die rote Karte.

Die Anwohner von Cas Català zeigen dem Projekt die rote Karte. / Juanlu Iglesias

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In Zeiten der Wohnungsnot auf Mallorca lässt einen diese Intiative zunächst stutzen: Mehr als hundert Anwohner der Urbanisation Cas Català in der Gemeinde Calvià haben sich am Samstag (15.2.) getroffen, um sich in ihrem Kampf gegen den Bau von 60 neuen Wohnungen zu organisieren. Sie haben Unterschriften von allen Anwesenden gesammelt, die sie im Rathaus einreichen werden, um politischen Druck auszuüben. Zudem wollen sie einen Antrag einreichen, um eine sechsmonatige Frist zu erwirken, die ihnen mehr Zeit für den Protest verschafft.

Die neue Anlage soll in einer bewaldeten Schlucht entstehen, die die einzige Grünfläche der Siedlung darstellt. Die Anwohner waren davon ausgegangen, dass das betreffende Grundstück für Gemeischaftseinrichtungen im Bereich Gesundheit, Sport oder Kultur genutzt werden sollte, die der Nachbarschaft zugute gekommen wäre, nicht aber für Wohnzwecke vorgesehen sei.

"Wenn es 20 wären, würde niemand protestieren"

Obwohl sich die Anwohner der Wohnungskrise bewusst sind, die auf der Insel herrscht, befürchten sie, dass der Bau dieser Wohnungen einem Gebiet mit hoher Bevölkerungsdichte nun "Probleme für alle mit sich bringen wird". Eine Residentin kommentierte, dass sie in diese Gegend gezogen sei, um "Lebensqualität zu gewinnen, aber jetzt wird diese Lebensqualität verloren gehen".

Auf diesem bewaldeten Grundstück sollen die Wohnungen gebaut werden.

Auf diesem bewaldeten Grundstück sollen die Wohnungen gebaut werden. / Juan Luis Iglesias

Zuvor fand ein Treffen zwischen den Bewohnern und Vertretern der Balearen-Regierung und der Gemeinde statt, bei dem die Bürger ihren Unmut kundtaten. Sie argumentierten unter anderem, dass Gebiet durch die Zunahme des Autoverkehrs "zu einer Mausefalle" werde. Andere Stimmen warnten, dass 60 Wohnungen "barbarisch" seien. "Wenn es 20 wären, würde niemand protestieren", sagte ein Anwohner.

Die Residenten sind davon überzeugt, dass die Gemeinde das Bauvorhaben trotz gegenteiliger Aussagen noch abwenden kann, indem sie das Grundstück kauft und es umwidmet. Das Projekt wartet derzeit noch auf eine Genehmung von der Abteilung für Wasserwirtschaft der Balearen-Regierung. /bro

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