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Druck auf Mieter in Palma: "Sie fragten Wohnung für Wohnung, ob jemand verkaufen wolle"

Ein Nachbarschaftsverein hat einen Vorfall von "Immobilienbelästigung" angeprangert, der sich am Mittwoch (19.3.) auf Mallorca ereignet hatte

Gebäude an del Pl. Quadrado im Stadtviertel Sa Gerreria.

Gebäude an del Pl. Quadrado im Stadtviertel Sa Gerreria. / DM

Die Methoden von einigen Maklern, um auf Mallorca an Immobilien zu gelangen, werden immer rabiater. So prangert der Nachbarschaftsverein der Unterstadt von Palma (Canamunt) Vorfälle von Belästigung an, denen Bewohner des Altstadtviertels Sa Gerreria ausgesetzt sind. Die Wohnungen in diesen Straßen sind ein bevorzugtes Gebiet für das Immobiliengeschäft.

Davon zeugt ein Vorfall, der einer Anwohnerin am Mittwoch (19.3.) widerfahren sein soll. "Heute Morgen haben sich zwei gut gekleidete Männer mit freundlichen Worten Zugang in das Gebäude verschafft und haben Wohnung für Wohnung gefragt, ob jemand verkaufen wolle. Sie boten Barzahlung an und fragten direkt nach dem Namen des Eigentümers", berichtet der Nachbarschaftsverein von Canamunt.

Aggressive und spekulative Praktiken

Die betreffende Anwoherin, die zur Miete wohnt, weigerte sich, irgendwelche Informationen preiszugeben, und fragte die angeblichen Immobilienmakler, ob ihre Kunden Ausländer seien. "Sie bejahten dies, und die Nachbarin schloss ihnen die Tür vor der Nase", berichtet die Organisation. Der Verband kritisiert diese Art von aggressiven und spekulativen Praktiken, "die das Zusammenleben und den Zugang zu Wohnraum für die Anwohner des Viertels gefährden".

"Wir wollen nicht zu einem Schaufenster für touristische Investitionen oder zu einem Themenpark für wohlhabende Ausländer werden. Wohnen ist ein Recht, kein Geschäft. Unser Viertel steht nicht zum Verkauf", so die abschließende Erklärung des Vereins.

Dass sich aber durchaus auch Immobilienmakler für das Recht auf angemessenen Wohnraum einsetzen, zeigt der offene Brief, den die beiden großen Immobilienmakler-Verbände auf Mallorca am Samstag (22.3.) an den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez gerichtet haben. Hier lesen Sie, was die Makler fordern, um eine Lösung für die "außer Kontrolle geratene Situation" zu finden:

Kampagne zur Problematik der Mietwohnungen

Angesichts der zunehmenden Wohnungsnot und der "Ineffizienz" der politischen Parteien, eine Antwort auf das Wohnungsproblem zu geben, startet die Organisation Sindicat de l'Habitatge de Palma eine Kampagne, die sich auf die Problematik der Mietwohnungen konzentriert. Weitere Aktivistengruppen wie Menys Turisme Més Vida und Banc del Temps Sencelles rufen ebenfalls zum Protest auf, am 5. April um 12 Uhr ist die nächste große Demonstration auf der Plaça d'Espanya in Palma geplant. /bro

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