Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

Großdemonstration in Palma: Am Samstag gehen die Kritiker der Wohnungsnot auf die Straße

Die Kundgebung beginnt um 12 Uhr auf der Plaça d'Espanya. Mit dabei sind zahlreiche Organisationen und Aktivistengruppen

Teilnehmer an der ersten großen Demonstration gegen Wohnungsnot und die Folgen des Massentourismus auf Mallorca im Mai 2025.

Teilnehmer an der ersten großen Demonstration gegen Wohnungsnot und die Folgen des Massentourismus auf Mallorca im Mai 2025. / Clara Margais/dpa

Mallorca sieht sich zunehmend mit einer eskalierenden Wohnungskrise konfrontiert, die bereits 2024 zu einer Welle von Protesten geführt hat. Für Samstag (5.4.) um 12 Uhr ist nun die erste Großdemonstration in diesem Jahr auf der Plaça d'Espanya in Palma geplant.

An diesem Tag gehen mehrere soziale Organisationen und Aktivistengruppen auf die Straße, um gegen die aus ihrer Sicht unhaltbaren Zustände zu protestieren. Demonstrationen finden zeitgleich in vielen spanischen Städten statt, das Problem existiert schließlich nicht nur auf Mallorca.

Einheimische können sich keine Wohnung mehr leisten

Sie kritisieren unter anderem, dass steigende Mietpreise dazu geführt haben, dass sich viele Einheimische keine angemessene Unterkunft mehr leisten können. Gleichzeitig stehen trotz der hohen Nachfrage zahlreiche Wohnungen leer, was die Situation weiter verschärft.

Ein weiterer Kritikpunkt der Aktivisten: Die Spekulation auf dem Immobilienmarkt und der boomende Luxustourismus treiben die Preise in die Höhe und verdrängen die einheimische Bevölkerung. Nach wie vor fehlten effektive soziale Maßnahmen und eine angemessene Kontrolle des Immobilienmarktes durch die Behörden. Auch Forderungen wie eine kaum mögliche Beschränkung der Immobilienverkäufe an Nicht-Residenten oder eine strengere Handhabung der Ferienvermietung kommen wieder auf.

Soziale Organisationen ergreifen die Initiative

Organisationen wie das Sindicat de l'Habitatge, Stop Desahucios (Schluss mit Zwangsräumungen), die Plataforma Antidesahucios (Plattform gegen Zwangsräumungen), die Tourismuskritiker-Plattform Menys turisme, més vida und die Umweltorganisation GOB haben sich zusammengeschlossen und rufen zum Protest auf der Straße auf.

Sie initiierten die Proteste gegen den Ausverkauf von Mallorca - jetzt schlagen sie erneut dramatisch Alarm

Patrick Schirmer Sastre

Wieder dabei ist auch die Gruppierung Banc de Temps de Sencelles, die die erste der beiden Großdemonstrationen im Mai 2024 auf die Beine gestellt hatte. Auch diesmal haben die Aktivisten mit einem Video in den sozialen Medien und einem Fernsehauftritt in der bekannten Show "La Revuelta" die Aufmerksamkeit auf die Problematik gelenkt.

Forderungen der Demonstranten

Die Demonstranten fordern das Recht auf angemessenen und bezahlbaren Wohnraum für alle. Sie rufen die Bürger auf, sich an den Protesten zu beteiligen und ein Zeichen gegen die unhaltbaren Zustände zu setzen.

Die Organisatoren betonen, dass Wohnraum kein Luxusgut sein darf, sondern ein grundlegendes Menschenrecht ist. Besonders vor Beginn der Tourimussaison wollen sie den Druck auf die Politik erhöhen. /jk

Tracking Pixel Contents