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Nur für Deutsche: Hier wird eine Zwei-Millionen-Euro-Finca auf Mallorca verlost

Ein Teil des Erlöses wird für einen guten Zweck gespendet. Die Verlosung erinnert an eine umstrittene Aktion einer US-Firma

Dieses Haus in der Inselmitte soll verlost werden.

Dieses Haus in der Inselmitte soll verlost werden. / Traumhausverlosung

Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Das dürfte für Diskussionen sorgen: Die deutsche Soziallotterie "Traumhausverlosung" verlost eine Villa auf Mallorca. Bei dem Objekt handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um einen Neubau, dessen Wert mit zwei Millionen Euro angegeben wird. Die Immobilie in der Inselmitte verfügt über drei Schlafzimmer und drei Bäder, einen Swimmingpool und einen mediterranen Garten. Die Wohnfläche beträgt demnach 230 Quadratmeter.

Zusätzlich zur Finca bekommt der oder die Gewinner oder Gewinnerin 150.000 Euro in bar. Der Mindesteinsatz für die Teilnahme beträgt zehn Euro. 20 Prozent des Lospreises gehen an einen guten Zweck. Es ist das erste Mal, dass das Unternehmen ein Haus außerhalb Deutschlands verlost.

Teilnehmen können an der Tombola nur Personen, die in Deutschland gemeldet sind. Mallorquiner und ausländische Residenten auf der Insel sind von der Verlosung ausgeschlossen. Angesichts der angespannten Situation auf dem Immobilienmarkt der Insel und der damit einhergehenden Verdrängung der Einheimischen dürfte die Aktion nicht nur für Begeisterung sorgen.

Der Fall Omaze

Zumal es nicht das erste Mal ist, dass eine ausländische Lotterie auf den Gedanken kommt, eine luxuriöse Mallorca-Finca an Menschen ohne Wohnsitz auf der Insel zu vergeben. Das US-amerikanische Unternehmen Omaze verloste Ende 2023 ein Anwesen in der Gemeinde Selva im Wert von 3,5 Millionen Euro – allerdings nur an Personen, die ihren Wohnsitz in Großbritannien hatten. Auch damals wurde der Hauptpreis von einem üppig dotierten Geldgewinn begleitet. Wie bei der "Traumhausverlosung" in Deutschland wurde ein Teil des Erlöses an wohltätige Zwecke gespendet.

Das Rathaus Selva zeigte sich damals empört über die Initiative und forderte eine Untersuchung, da es sich trotz des sozialen Charakters der Verlosung bei Omaze um ein gewinnorientiertes Unternehmen handelte. Die Nationalpolizei leitete Ermittlungen ein.

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