Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

Zwei Preise auf der Bienale: Wie Mallorcas Architekten die Architekturszene Spaniens erobern

Bei der 27. Spanischen Architekturbiennale wurden zwei Projekte aus Mallorca ausgezeichnet. Insgesamt schafften es sechs Arbeiten in die Endrunde – ein Zeichen für die kreative Kraft der Insel

So sieht das soziale Wohnprojekt Mapa de Recursos in Santa Eugènia aus.

So sieht das soziale Wohnprojekt Mapa de Recursos in Santa Eugènia aus. / Milena Villalba

Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Die jungen Architekten von Mallorca sorgen weiterhin für Furore. Die Jury der 27. Spanischen Architekturbiennale hat dieser Tage gleich zwei Projekte von der Insel ausgezeichnet. Insgesamt schafften es sogar sechs Inselprojekte unter die 40 Projekte der Endauswahl.

Eine der insgesamt 20 Auszeichnung ging an das Studio Ted’A Arquitectes, eines der renommiertesten Büros der Insel. Es erhielt den Preis für das Projekt Can Gabriel. Dabei handelt es sich um eine Wohnung aus den 1960er-Jahren in der Altstadt von Palma, die Ted’A komplett renovierte. Die Architekten Jaume Mayol und Irene Pérez legten dabei die ursprüngliche Betonstruktur frei. Zur Wärmedämmung verwendeten sie Kork, den sie hinter Keramikplatten verbargen. Der Betonboden wurde geschliffen und mit neuen Marmoreinschlüssen ergänzt. Schalter und Steckdosen sind direkt auf den Wänden montiert. Die Kabel werden in sichtbaren Messingrohren geführt, die glänzend über die Decke verlaufen und mit der rauen Oberfläche kontrastiert.

So sieht es in der Wohnung Can Gabriel vom Architekturstudio Ted'A Arquitectes aus.

So sieht es in der Wohnung Can Gabriel vom Architekturstudio Ted'A Arquitectes aus. / DM

Der zweite Preis ging an das soziale Wohnungsbauprojekt Mapa de Recursos in der Gemeinde Santa Eugènia. Es handelt sich um ein Gebäude mit sechs Wohnungen, das die balearische Wohnungsbaubehörde IBAVI in Auftrag gegeben hatte. Die verantwortlichen Architekten Carles Oliver und Xim Moyà sind für ihre Arbeit mit nachhaltigen Materialien von der Insel im Bereich des sozialen Wohnungsbaus schon mehrfach ausgezeichnet worden.

Die anderen Finalisten von der Insel

Zu den weiteren Finalisten von der Insel bei der diesjährigen Architekturbiennale gehörten ein sozialer Wohnungsbau mit 1 1 Wohnungen in Palmas Stadtteil Coll d’en Rabassa von Carles Enrich Studio. Vom Ibavi in Auftrag gegeben wurde auch ein Gebäude mit 18 Wohnungen in Esporles (Emiliano López und Mónica Rivera). Marta Peris und José Toral kamen mit einem Ibavi-Wohnprojekt mit 42 Sozialwohnungen in Son Servera in die Endauswahl. Das Architekturstudio Harquitectes war ebenfalls für ein Ibavi-Wohnprojekt mit 25 Einheiten in Palma nominiert. Die Architekturbiennale wird vom spanischen Wohnungsministerium, der spanischen Architekturkammer und der Stiftung Arquia veranstaltet.

Tracking Pixel Contents