Auch die spanische Zentralregierung plant steuerliche Vorteile für Vermieter, die Mieten nicht erhöhen
Ministerpräsident Pedro Sánchez stellte Pläne zur schärferen Regulierung befristeter Mietverträge vor, um den Missbrauch von Wohnungen zu verhindern

Der Mietmarkt auf Mallorca ist nach wie vor äußerst angespannt. / TOMÀS MOYÀ/EUROPA PRESS
Wie der chronischen Wohnungsnot begegnen? Die spanische Zentralregierung versucht es nun mit einem Mittel, das auch auf den Balearen eingesetzt werden soll. So ist geplant, dass Wohnungseigentümer, die in diesem Jahr die Verträge mit ihren Mietern verlängern, dabei aber ihre Mietfoderderungen nicht erhöhen, in den Genuss steuerlicher Vorteile kommen können. Die Pläne der sozialistischen Regierung sehen vor, dass Vermieter einen vollständigen Steuernachlass auf ihre Mieteinnahmen bekommen sollen.
Dabei soll diese Maßnahme nur eines von mehreren Vorhaben sein, mit denen den Menschen bezahlbare Wohnungen zur Verfügung gestellt werden sollen. Vorgesehen ist unter anderem auch eine schärfere Regulierung befristeter Mietverträge. Damit solle der missbräuchliche Gebrauch von Wohnungen unterbunden werden, bei dem reguläre Mietverhältnisse als Zeitverträge deklariert werden, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez bei der Vorstellung der Pläne.
Steuerliche Anreize auch auf den Balearen geplant
Zudem werde man den Missbrauch bei der Zimmervermietung eindämmen. Allerdings ist ungewiss, ob und wie die Pläne umgesetzt werden können. Der Juniorpartner der Koalition – die Linkspartei Sumar – hat seine Ablehnung bereits signalisiert, eine parlamentarische Mehrheit ist somit höchst unwahrscheinlich.
Die Pläne der Balearen-Regierung, die Regierungssprecher Antoni Costa kurz vor Weihnachten vorstellte, sehen vor, dass Vermieter, die 2026 die Mieten nicht erhöhen oder sie maximal an den Verbraucherpreisindex (IPC) anpassen, bei der Einkommensteuererklärung rund 2.000 Euro absetzen können sollen.
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