Bauingenieur-Kammer warnt vor Krise bei Luxusimmobilien auf Mallorca
Während viele Villen auf Käufer warten, verzeichnet Palma einen Anstieg im Bau von Mehrfamilienhäusern, begünstigt durch neue gesetzliche Regelungen

Nicht billig, und offenbar nicht mehr ganz so begehrt wie bisher: Luxusimmobilien auf Mallorca. / DM
Schlittert der Markt der Luxusimmobilien auf Mallorca mitten in eine Krise? Die Anzeichen mehren sich, dass an dieser These etwas dran sein könnte. Nun hat der Präsident der Kammer der Bauingenieure und Technischen Architekten auf Mallorca, Luis Alfonso de León, aktuelle Zahlen präsentiert, die einen "gesättigten Markt" zeigen, wie er es formulierte.
„Mallorca befindet sich bereits auf dem Weg in eine künftige Krise des Luxussegments“, warnt der Präsident des "Colegio Oficial de Aparejadores y Arquitectos Técnicos de Mallorca". Es gebe eine große Zahl von Objekten, die auf Käufer warteten. "Der Luxus ist überbewertet, die Bauträger werden gezwungen sein, Preise zu senken, um zu verkaufen, und sich wieder stärker auf Mehrfamilienhäuser zu konzentrieren“, prophezeit de León.
Preise weiter im Höhenflug
Derweil steigen die Preise für Luxusimmobilien auf Mallorca weiter – ohne Anzeichen einer Abschwächung. Das bestätigt auch Daniel Arenas, Präsident der Vereinigung der Immobilienunternehmen auf den Inseln (Abini). Besonders stark sei der Preisanstieg bei Neubauten, während gleichzeitig zahlreiche Interessenten ältere Villen aus den 1980er- und 1990er-Jahren kaufen und umfassend renovieren würden. Diese seien deutlich erschwinglicher und gewännen deshalb an Attraktivität.
Mehr Mehrfamilienhäuser in Palma
Parallel dazu wächst nach mehreren Jahren, in denen mehr Einfamilienhäuser als Mehrfamilienhäuser gebaut wurden, endlich wieder der Markt für Wohnblöcke. 2025 wurden 11,7 Prozent mehr Neubauten registriert als im Vorjahr – 115 Baugenehmigungen zusätzlich. Vor allem Palma verzeichnet einen klaren Anstieg, was laut de Leónauf neue gesetzliche Regelungen der Balearen-Regierung und der Stadtverwaltung zurückzuführen ist.
„In Palma hat es einen deutlichen Schub gegeben, vor allem durch die gesetzlichen Änderungen, die in den vergangenen Monaten beschlossen wurden“, erklärt Luis Alfonso de León. „Ich nehme regelmäßig an den Sitzungen der Stadtbaukommission teil, und man sieht, dass immer mehr Anträge auf Nutzungsänderungen von Geschäftsräumen zu Wohnraum gestellt werden. Diese Maßnahmen haben spürbare Wirkung.“ Dennoch dauere es wohl noch ein paar Jahre, bis die Wohnungsnot zurückgeht.
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