Sind private Golfplätze auf Mallorca ein Trend bei Luxusimmobilien? Das sagen die Makler
Der Immobilienmaklerverband Abini erklärt, die Landschaft müsse geschützt werden. Von Verboten halte man aber nichts

Ein privater (und illegaler) Golfplatz auf einer Finca bei Llucmajor. | FOTO: TERRAFERIDA
Vergangene Woche sorgte der Umweltverband Terraferida mit einer Studie für Aufsehen. Darin belegten die Aktivisten mit Luftaufnahmen und Karten, wie der ländliche Raum auf Mallorca in den Jahren 2015 bis 2023 zugebaut wurde. Besondere Aufmerksamkeit erlangten Bilder, die Fincas mit privaten Golfplätzen zeigten. Mindestens drei solcher Einrichtungen habe man im Rahmen der Studie entdeckt.
Für den Verband der ausländischen Immobilienmakler ABINI handelt es sich bei den Golfplätzen „nicht um einen Massenmarkt oder um spekulative Projekte“. Auf MZ-Anfrage hieß es vom Verband, der Anstieg der Bautätigkeit im ländlichen Raum müsse „im Zusammenhang mit einer anhaltend hohen Wohnraumnachfrage und einem sehr ausgeprägten Mangel an verfügbarem Bauland gesehen werden“. Die Bauprojekte richteten sich an ein klar definiertes Käuferprofil und „nehmen einen Teil der Nachfrage auf, die im urbanen Raum kein Angebot findet, und vermeiden so zusätzlichen Druck auf bereits konsolidierte Gebiete“.
Sollte die Landschaft geschützt werden? Das sagen Mallorcas Immobilienmakler
Die von Terraferida vorgetragene Sorge um die Landschaft und die Identität sei legitim und werde von ABINI geteilt. „Dennoch ist es wichtig, zwischen ungeordnetem Wachstum und regulierter Bebauung zu unterscheiden.“ Der ländliche Boden unterliege bereits sehr hohen und zunehmend strengeren Beschränkungen.
Die Idee, das Bauen auf dem Land zu erschweren, ist für ABINI keine Option. „Anstelle neuer Verbote wäre es wirksamer, die Kriterien zur landschaftlichen Integration zu verschärfen, die behördliche Kontrolle zu stärken und Inspektionen auszubauen, um Missbrauch oder nicht dem ländlichen Charakter entsprechende Nutzungen zu verhindern.“
Bezüglich der privaten Golfplätze, die Terraferida auf mindestens drei Grundstücken ausgemacht hat, heißt es seitens der Makler, dies stelle keinen Trend im Luxussegment dar. „Käufer von Immobilien im ländlichen Raum suchen in der Regel Ruhe, Naturverbundenheit und Nachhaltigkeit – nicht solche Annehmlichkeiten.“
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