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Kampf gegen die Wohnungsnot auf Mallorca: Inselrat stellt Grundstücke zum Bau von 323 Wohnungen bereit

Der Inselrat von Mallorca stellt dem IBAVI Grundstücke im Wert von 4,6 Millionen Euro zur Verfügung, um 323 Sozialwohnungen in Palma zu bauen

Wohnungsbau auf Mallorca.

Wohnungsbau auf Mallorca. / Symbolfoto: Mielniezuk

Der Inselrat von Mallorca wird dem balearischen Wohnungsinstitut IBAVI Grundstücke aus seinem Besitz neben dem Velòdrom Illes Balears (ehemalige Palma Arena) in Palma überlassen, damit dort 323 Sozialwohnungen gebaut werden können. Es handelt sich um die wichtigste Ankündigung, die der Präsident der Inselinstitution, Llorenç Galmés, während seines Auftritts am ersten Tag der Generaldebatte zur Politik des Consell gemacht hat. Eine entsprechende Vereinbarung soll in den kommenden Wochen unterzeichnet werde.

Nach Angaben des Inselratspräsidenten haben die Grundstücke eine Fläche von 45.341 Quadratmetern und einen Wert von 4,6 Millionen Euro. Die mehr als 300 Wohnungen sollen auf einer Fläche von 22.831 Quadratmetern errichtet werden.

Der Inselrat hat keine direkten Zuständigkeiten im Bereich Wohnungsbau. Galmés erklärte aber, er wolle die Inselverwaltung so weit wie möglich in den Kampf gegen die Krise einbinden. Es werde sich um „das größte Projekt für Sozialwohnungen handeln, das jemals auf dieser Insel verwirklicht wurde“.

Tausch mit dem Wohnungsbauinstitut

Die Vereinbarung zwischen dem Consell und dem IBAVI wird allerdings eher ein Tauschgeschäft zwischen beiden Institutionen sein: Der Inselrat stellt die Grundstücke für den Wohnungsbau zur Verfügung, während das IBAVI der Inselinstitution 35 Wohnungen überträgt, die für soziale Zwecke genutzt werden sollen. Außerdem überlässt es dem Consell ein 400 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem ein Kulturzentrum eingerichtet werden soll, sowie ein 3.000 Quadratmeter großes Areal, auf dem künftig das Kinderhaus der Sozialbehörde Imas entstehen wird.

Galmés verwies in diesem Zusammenhang auf den „Akt der Verantwortung und des Engagements für die Zukunft dieser Insel und seiner Bürger“. In ironischem Ton und mit direkter Spitze gegen die Opposition erinnerte er daran, dass „man die Grundstücke auch schon viel früher hätte überlassen können, wenn politischer Wille vorhanden gewesen wäre“. /pss

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