Immobilien auf Mallorca: Und die Preise steigen munter weiter
Die Immobilienpreise auf Mallorca stiegen 2025 deutlich an. Engel & Völkers und Porta Mallorquina stellen jeweils einen Anstieg von bis zu 9,8 Prozent fest

Eine Luxusvilla in Santa Ponça. / Eduardo Marquez // Theory4
Frühling auf Mallorca, das ist die Zeit für Radtouren und Wanderungen - und für die Marktberichte von zwei großen Immobilienunternehmen auf den Inseln. Engel & Völkers und Porta Mallorquina haben ihre Erkenntnisse über das Jahr 2025 vorgelegt. Beide Berichte - die dabei ihren Schwerpunkt auf höherpreisigen Ferien- oder Zweitimmobilien haben - berücksichtigen dabei aber nicht nur auf die unternehmenseigenen Zahlen, sondern nehmen als Grundlage die Daten der Statistikbehörde IBESTAT sowie zahlreicher weiterer Immobilienunternehmen. Somit soll eine möglichst breite Marktabdeckung erreicht werden.
Beide Studien haben unterschiedliche Ausrichtungen: Während die Daten von Porta Mallorquina das Angebot und die Preise der Immobilien untersucht, stellt die Studie von Engel & Völkers die aktuellen Verkaufszahlen und die dabei erzielten Preise vor. Demnach wurden 2025 auf den Balearen nach einem leichten Rückgang im Jahr zuvor wieder spürbar mehr Immobilien verkauft. Laut Engel & Völkers wechselten auf Mallorca 10.775 Häuser und Wohnungen ihre Besitzer, balearenweit waren es 14.295 Immobilien. Das ist ein Anstieg von 6,5 Prozent und übertrifft laut der Studie das zehnjährige Mittel von 4 Prozent. "Auch wenn das Transaktionsvolumen noch unter den außergewöhnlichen Höchstwerten nach der Pandemie liegt, zeigt sich der Markt nach wie vor robust", heißt es in dem Bericht.
"Bautätigkeit reicht nicht aus"
Die Macher der Studie stellen auch fest, dass inzwischen wieder mehr Wohnraum auf den Balearen geschaffen wird. Laut den Zahlen von IBESTAT wurden 4.807 Baubeginne registriert, was eine deutliche Zunahme im Vergleich zu den Vorjahren darstellt. 2024 waren es noch 3.053 begonnene Häuser und Wohnungen. Und der zehnjährige Schnitt liegt noch einmal deutlich niedriger. Dennoch stellt die Studie fest: "Die Bautätigkeit in der Region reicht weiterhin nicht aus, um die Nachfrage vollständig zu decken und den Aufwärtsdruck auf die Preise zu verringern."

Zahl der Bauanträge auf den Balearen / IBESTAT
Nach Angaben der spanischen Notarkammer, die der Bericht von Engel & Völkers zitiert, stiegen die durchschnittlichen Wohnimmobilienpreise in Euro pro Quadratmeter 2025 um 9 Prozent. Auf eine ähnliche Zahl kommt auch Porta Mallorquina. Demnach sind die Preise um 9,8 Prozent gestiegen, wobei der durchschnittliche Quadratmeterpreis inzwischen bei 7.370 Euro liegt - Welten zu hoch für ein durchschnittliches Einkommen auf den Balearen.
Begehrter Südwesten wird noch einmal deutlich teurer
Noch einmal deutlich gestiegen ist nach den Daten von Porta Mallorquina der Quadratmeterpreis im ohnehin schon begehrten Südwesten der Insel, wo man inzwischen im Durchschnitt 9.980 Euro für einen Quadratmeter Wohneigentum hinlegen muss. Das ist ein Anstieg von mehr als 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Darauf folgt preislich die Stadt Palma mit einem Preis von 8.040 Euro. Am günstigsten ist es weiterhin in der Inselmitte, wo aber ebenfalls bereits 5.320 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt werden müssen. Auch hier liegt der Anstieg bei mehr als 10 Prozent. Die einzige Region, in der die Preise einigermaßen stabil geblieben sind, ist der Nordosten. Dort zahlt man 5.450 Euro pro Quadratmeter und damit ähnlich viel wie im Vorjahr.
Die Studie von Engel & Völkers weist für Mallorca einen Durchschnittspreis bei den von dem Unternehmen verkauften Immobilien von 1,97 Millionen Euro aus. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Engel & Völkers untersucht nicht die Quadratmeterpreise, wie Porta Mallorquina, sondern nimmt die erzielten Verkaufspreise als Gradmesser.
Im Durchschnitt bis zu 15 Millionen Euro für Top-Lagen
So sind in Toplagen in der Stadt Palma Preise von mehr als 5,5 Millionen Euro erzielt worden, Tendenz steigend. In Son Vida bewegen sich die Preise für die Top-Immobilien inzwischen bei 8 bis 14 Millionen Euro und damit höher als 2024, als zwischen 7,5 und 12 Millionen Euro für die teuersten Häuser fällig wurden. Im Südwesten sind erwartungsgemäß die höchsten Preise verzeichnet worden. Spitzenreiter sind hier Portals Nous/Costa den Blanes sowie Port d'Andratx mit Höchstpreisen zwischen 5 und 15 Millionen Euro. Hier haben die Durchschnittspreise für Apartments im mittleren Segment inzwischen 650.000 Euro erreicht. Im Jahr zuvor waren es 500.000 Euro.
Porta Mallorquina konstatiert für den Zeitraum seit 2015 eine Preissteigerung der Mallorca-Immobilien um jährlich rund 6,3 Prozent. Die in Zusammenarbeit mit dem Institut der Steinbeis School for Real Estate and Management entstandene Studie hebt hervor, dass sich der aktuelle Preisanstieg nicht mehr nur auf die bekannten und beliebten Gegenden der Insel konzentriert, sondern sich über weite Teile der Insel hinweg zeige. Der Markt entwickle sich breiter und stabiler als bisher.
Vor allem Bestandsimmobilien werden teurer
Porta Mallorquina stellt fest, dass die Preise vor allem bei Bestandsimmobilien angezogen haben, nämlich um rund 12 Prozent. Neubauten seien dagegen nur um rund 4 Prozent teurer geworden, so die Studie. Gleichzeitig sei auch das Angebot der Neubauimmobilien gesunken. Die deutlich gestiegene Bauaktivität, die Engel & Völkers feststellt, dürfte sich also erst in den kommenden Jahren im Markt niederschlagen.
Geändert hat sich ein wenig die Zusammensetzung der Käufer. Zwar sei die ausländische Nachfrage nach wie vor hoch, heißt es bei Engel & Völkers. Allerdings agierten die Käufer "selektiver und mit mehr Zeit", lässt sich der Geschäftsführer von Engel & Völkers auf den Balearen, Florian Hofer, zitieren. Das führt dazu, dass die Ausländer 2025 im Vergleich zu den spanischen Immobilienkäufern an Gewicht verloren haben. Diese nahmen um 6 Prozent zu, während ausländische Käufer 10 Prozent weniger Häuser kauften als im Jahr zuvor. Damit fiel auch die Quote der Ausländer an den Immobilienkäufern von zuvor 38 Prozent auf nun 34 Prozent - so niedrig wie nie seit der Pandemie. Weiterhin sind Deutsche bei Engel & Völkers mit rund 48 Prozent Anteil an den Käufern mit Abstand führend.
Den aktuellen Marktbericht von Engels & Völkers können Sie hier anfragen: Marktbericht Balearen 2025 - 2026
Den Marktbericht von Porta Mallorquina finden Sie hier: www.porta-mallorquina.de
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