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Nichts für kleine Geldbeutel: Luxusimmobilien machen auf Mallorca 47 Prozent des gesamten Angebots aus

Häuser und Wohnungen auf den Balearen verzeichneten 2025 einen Preisanstieg von 13,4 Prozent, gestützt durch starke ausländische Nachfrage und knappes Angebot

Fast nur Luxus gibt es im Villenviertel Son Vida oberhalb von Palma.

Fast nur Luxus gibt es im Villenviertel Son Vida oberhalb von Palma. / Manu Mielniezuk

Dass Häuser und Wohnungen auf Mallorca immer teurer werden, ist bekannt. Trotzdem lässt diese Zahl aufhorchen: 47 Prozent der derzeit auf den Balearen zum Verkauf stehenden Immobilien gehören zum Luxussegment. Das geht aus dem jüngsten Bericht der Beratungsgesellschaft CBRE hervor, der die „klare Ausrichtung des Marktes auf hochpreisige Produkte“ unterstreicht.

„Premium-Immobilien“ mit Preisen zwischen einer und drei Millionen Euro machten demnach inzwischen 33 Prozent des Angebots auf den Balearen aus; auf Mallorca liegt ihr Anteil bei 34 Prozent. Bei den Objekten im eigentlichen Luxussegment mit Preisen von mehr als drei Millionen Euro ist der Anteil ebenfalls leicht gestiegen und beträgt inzwischen 14 Prozent des Gesamtangebots. Zudem stieg die Zahl der Immobilien, die für mehr als eine Million Euro auf den Markt kamen, im vergangenen Jahr um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.

46 neue Wohnanlagen stehen zum Verkauf

Auch im Neubausektor bestätigt sich dieser Trend. Dort entfallen 38 Prozent der derzeit im Bau oder in der Vermarktung befindlichen Projekte auf das Luxussegment. Insgesamt stehen aktuell 46 neue Wohnanlagen zum Verkauf – ein weiterer Hinweis auf die wachsende Konzentration auf hochwertige Immobilien auf den Balearen.

CBRE zufolge schloss der Wohnimmobilienmarkt der Inseln das Jahr 2025 mit einem Preisanstieg von 13,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Der hauptsächliche Preistreiber waren allerdings die Bestandsimmobilien, die sich um 13,7 Prozent verteuerten, während Neubauten um 10,6 Prozent zulegten. Trotz dieser deutlichen Preissteigerungen gab es keinen Nachfrageeinbruch: Das Volumen der Kaufverträge blieb auf einem ähnlichen Niveau wie 2024.

Nach Einschätzung der Beratungsgesellschaft lässt sich dieses Gleichgewicht durch die Kombination aus einer sehr robusten ausländischen Nachfrage, einem strukturell knappen Angebot und einem Mietmarkt erklären, der weiterhin historische Höchststände erreicht. Diese Faktoren stützten das Wohneigentum selbst in einem Umfeld hoher Preise.

2026 wohl "moderateres Preiswachstum"

Für das laufende Jahr rechnet CBRE mit einem „moderateren Preiswachstum, voraussichtlich unterhalb der Zehn-Prozent-Marke“. Da sich die Werte bereits auf sehr hohem Niveau bewegen, steuere der Markt nun eher auf eine Phase größerer Stabilität zu. In diesem Umfeld werde „die ausländische Nachfrage weiterhin eine entscheidende Rolle für die Marktdynamik spielen“.

41,7 Prozent der von Ausländern auf den Balearen getätigten Käufe entfielen auf Immobilien mit einem Wert von mehr als 500.000 Euro. Das spiegele sowohl „das hohe Preisniveau auf den Inseln“ als auch die „klare Ausrichtung der internationalen Käufer auf die mittleren bis gehobenen, Premium- und Hochwertsegmente des Wohnungsmarkts“ wider.

Der Fall Palma

Für Palma nennt der Bericht einen durchschnittlichen Preis von 5.555 Euro pro Quadratmeter bei Neubauwohnungen, wobei bei der Preiskalkulation bei jeder Wohnung ein Stellplatz und ein Abstellraum mit inbegriffen sind. Das entspricht einer Verteuerung um 12 Prozent.

Dieses Wachstum konzentriert sich vor allem auf den Westen der Stadt – darunter Santa Catalina, Cala Major und Sa Vileta. Im Osten der Stadt, wo sich ein bedeutender Teil des derzeitigen Angebots konzentriert, ist dagegen eine stärkere Tendenz zur Abschwächung festzustellen. Die Knappheit des Angebots und die hohen Preise führen zudem dazu, dass der Wohnimmobilienmarkt mit Anlagefokus, sprich die Immobilienspekulation, weiter an Gewicht gewinnt.

Hervorgehoben wird außerdem die weitere Stärkung des Luxusmarkts mit Immobilien von mehr als einer Million Euro. Dieses Segment macht in Palma inzwischen sieben Prozent aller Transaktionen aus – gegenüber lediglich einem Prozent im spanienweiten Durchschnitt.

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