Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

"Passt nicht ins Stadtbild": Palma lehnt den Entwurf für die neue Bar El Pesquero am Hafen einstimmig ab

Nach Ansicht der zuständigen Kommission beeinträchtigt die geplante Lösung den Blick auf bedeutende denkmalgeschützte Gebäude wie die alte Seehandelsbörse Sa Llotja, den Regierungssitz Consolat de Mar und die Kathedrale

Palma kassiert Pläne für Bar El Pesquero wegen erheblicher Auswirkungen auf das Stadtbild ein

Bernardo Arzayus

Die Stadt Palma hat den Entwurf für die Neugestaltung der Bar El Pesquero am Hafen abgelehnt. Die zuständige Kommission sprach sich einstimmig gegen das Projekt aus, da es zu einer "erheblichen Beeinträchtigung des Stadtbilds" führe. Der Stadtrat für Stadtplanung, Óscar Fidalgo, erklärte, das Projekt enthalte zudem technische Mängel, die vom Unternehmen behoben werden müssten.

Kritisiert wird vor allem die geplante Überdachung der Bar. Nach Ansicht der Kommission beeinträchtigt die geplante Lösung den Blick auf bedeutende denkmalgeschützte Gebäude wie die alte Seehandelsbörse Sa Llotja, den Regierungssitz Consolat de Mar und der Kathedrale. Fidalgo sagte, das Projekt passe „wenig zu den denkmalpflegerischen Werten der Altstadt“. Das vorgesehene Gebäude bringe dem Standort keinen Mehrwert, sondern wirke in einem Bereich mit hohem städtebaulichem und historischem Wert eher störend.

So sieht die Bar Pesquero bislang aus.

So sieht die Bar Pesquero bislang aus. / APB

Wie geht es jetzt weiter?

Unklar ist nun, welche Folgen die Entscheidung für die bereits vergebene Konzession hat. Die Hafenbehörde der Balearen hatte den Betrieb des Lokals zuvor an das Unternehmen Coliving Puig de Alaró vergeben. Fidalgo betonte, die Hafenbehörde werde im Rahmen ihrer Zuständigkeiten handeln, während die Stadt prüfe, ob die Planung den kommunalen städtebaulichen Vorgaben entspricht. Er zeigte sich jedoch überzeugt, dass eine Verständigung möglich sei.

Die Denkmalschutzorganisation ARCA derweil begrüßte die einstimmige Ablehnung des Projekts. Sie hatte bereits zuvor vor den starken visuellen Auswirkungen des Entwurfs gewarnt. Nach Einschätzung der Organisationist die geplante Überdachung architektonisch zu dominant.

Abonnieren, um zu lesen

Tracking Pixel Contents