Weingut, Kita, Sozialwohnungen: Das sind Mallorcas beste neue Bauten
Die balearische Architektenkammer zeichnet fünf zwischen 2023 und 2025 auf Mallorca fertiggestellte Projekte aus

Haus in Colònia de Sant Pere. / Luis Díaz Díaz
Auf Mallorca entsteht weiterhin eine außergewöhnliche Architektur. Das belegen die fünf Bauprojekte, die vergangene Woche von der Architektenkammer der Balearen (Coaib) ausgezeichnet worden sind. Prämiert wurden Arbeiten, die in den Jahren 2023, 2024 und 2025 auf Mallorca fertiggestellt wurden.
Weingut, Kita, Sozialwohnungen

Die Kindertagesstätte in Muro. / Del Rio Bani
Zu den Preisträgern gehört die halb in den Boden eingelassene Bodega Olorón in Alaró, eine escoleta (Kindertagesstätte) in Muro, die Casa Lledoners in Palma, zehn Sozialwohnungen in Santa Margalida und ein Haus in Colònia de Sant Pere. Alle fünf seien besonders bedeutende Beispiele der jüngeren Architektur auf der Insel, so das Coaib.

Das von Rafael Vidal entworfene Weingut Olorón in Alaró. / Bodega Olorón
Die Bodega Olorón in Alaró stammt von Rafael Vidal von Taroms Arquitectes. Die Jury würdigte vor allem die Einbindung des Weinguts in die Landschaft. Die Kita in Muro entwarfen Miguel A. Barceló und M. Margalida Seguí von BOS Arquitectes. Das Projekt überzeugte durch seine klare Struktur und Materialwahl.
Neuinterpretation traditioneller Baumaterialien

Casa Lledoners in Palma. / Ohlab
Die Casa Lledoners in Palma stammt von Jaime Oliver und Paloma Hernaiz von dem bereits vielfach ausgezeichneten Studio Ohlab. Hier hob die Jury hervor, dass das Haus in einer dicht bebauten Umgebung einen geschützten und intimen Wohnraum schaffe. Ebenfalls ausgezeichnet wurde ein Projekt mit zehn Sozialwohnungen in Santa Margalida. Die Schlüssel für diese Wohnungen waren im April übergeben worden. Entworfen wurde das Gebäude von Javier Gavín, Juan Moreno, Siddharta Rodrigo und Claudi Aguiló. Die Jury lobte den sorgfältigen Ansatz und die Nutzung der Galerie als Raum zwischen Innen- und Außenbereich.
Das Haus in Colònia de Sant Pere von TEd’A Arquitectes erhielt den Preis für seine zeitgenössische Neuinterpretation traditioneller mallorquinischer Materialien und Bautechniken. Das Gebäude war bereits in der vergangenen Woche bei den spanischen Architekturpreisen ausgezeichnet worden.

Sozialwohnungen in Santa Margalida. F.: @ICLARATG / @Iclaratg
Langjährige Arbeit
Die Architektenkammer würdigt mit ihren Preisen auch bedeutende Projekte sowie Kollegen, die seit mindestens 30 Jahren tätig sind und einen wichtigen Teil ihrer Arbeit auf Mallorca geleistet haben. Diese Preise gingen dieses Jahr an die Casa Huarte von Francisco Javier Sáenz de Oíza, an die Bauträger-Familie Huarte Giménez sowie an die Architekten Carlos García-Delgado und Xisco Pizà Alabern
Coaib-Dekan Bernat Nadal hob die Preise als Gelegenheit hervor, Architektur als kulturelles, soziales und territoriales Werkzeug sichtbar zu machen. Joan Cerdà, Vorsitzender der Mallorca-Sektion des Architektenkollegs, bezeichnete die Auszeichnungen als Treffpunkt und Verbindung zwischen Fachleuten, Institutionen und Bürgern. Nach der Preisverleihung wurde in dem an Palmas Stadtmauer gelegenen Sitz des Coaib eine Ausstellung mit den ausgewählten und prämierten Projekten eröffnet. In diesem Jahr wurden insgesamt 102 Arbeiten eingereicht. Davon wählte die Architektenkammer 42 aus, 14 kamen ins Finale.
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