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Immobilienkauf auf Mallorca: Jetzt werden auch die 500.000-Euro-Wohnungen knapp

Auf Mallorca verschärft sich die Lage am Immobilienmarkt. Der Druck betrifft inzwischen auch Wohnungen und Häuser für bis zu einer halben Million Euro

Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage beim Immobilienmarkt auf Mallorca öffnet sich immer weiter

Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage beim Immobilienmarkt auf Mallorca öffnet sich immer weiter / B. Ramon

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Die angespannte Lage auf dem Immobilienmarkt Mallorcas hat inzwischen auch Wohnungen und Häuser mit Kaufpreisen von 400.000 bis 500.000 Euro erreicht. Das hat José Miguel Artieda, Vorsitzender der Maklerkammer API erklärt. Als Gründe nannte er das knappe Angebot und eine deutlich höhere Nachfrage.

Das Problem liege aber nicht nur daran, dass viel mehr Menschen eine Immobilie suchen, als Eigentümer verkaufen wollen. Nach Angaben Artiedas verlangen Verkäufer inzwischen auch für Wohnungen und Häuser Preise, deren Qualität einen so hohen Betrag oft nicht rechtfertigt.

Hohe Preise, hohe Erwartungen

Artieda zufolge steigen die Preise im Kaufmarkt weiter stark. Die Lage begünstige Eigentümer, die immer höhere Renditen erzielen wollten. In den vergangenen Jahren sei es bereits sehr schwer gewesen, auf Mallorca eine Immobilie für weniger als 300.000 Euro zu finden. Inzwischen zeigten sich diese Spannungen auch bei Objekten für 400.000 und sogar 500.000 Euro.

Für viele Familien verschärft sich die Lage dadurch zusätzlich. Wer fast eine halbe Million Euro für eine Wohnung oder ein Haus ausgeben soll, erwartet eine entsprechende Qualität. Diese Erwartungen erfülle das Angebot in vielen Fällen aber nicht. Dadurch lehnten Interessenten mehr Objekte ab.

Mietpreise steigen langsamer

Bei den Mieten sieht Artieda dagegen eine leichte Entspannung beim Tempo der Preissteigerungen. Die Erhöhungen lägen in diesem Jahr nicht mehr bei knapp zehn Prozent. Sie seien „nicht mehr so übertrieben“ und bewegten sich zwischen fünf und sieben Prozent.

Günstig ist das Angebot deshalb aber nicht. Für eine „normale Wohnung“ verlangten Vermieter nach Angaben Artiedas inzwischen 1.300 bis 1.400 Euro im Monat. Auch 1.800 Euro seien möglich, ohne dass es sich bereits um Luxuswohnungen handele.

Das Hauptproblem bleibe die hohe Geschwindigkeit, mit der der Markt jedes neue Angebot aufnehme. In vielen Fällen finde sich ein Mieter innerhalb weniger Stunden.

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