03. April 2008
03.04.2008

El Tula in Portitxol

03.04.2008 | 14:32
Auf dem Mühlendach soll eine zweite Terrasse entstehen mit Blick auf das Meer.

Ein bisschen Italien
Die neuen Betreiber vom El Tula in Portitxol haben noch viel mit ihrer Mühle vor

Von Kirsten Lehmkuhl

Die Italiener kommen. Guiseppe Carta aus Rom und Gianna Miatello aus Trient haben vor kurzem die Mühle El Tula in Portitxol übernommen, unmittelbar hinter dem Hotel Portixol. Was sie bewegt? Gute italienische Küche zu einem guten Preis anzubieten.
Auf der Karte zeigen sich denn auch die Klassiker: Carpaccio, Vitello Tonnato, Caprese, Salate in allerlei Variationen, Risotto, Pasta, viel Fisch und Meeresfrüchte. Frischen Hummer zum Beispiel. ýWir bieten ihn mit Linguine an", sagt Restaurant-Chefin Miatello, die jahrelang in Deutschland ein Restaurant geführt hat. Die Spaghetti kommen mit Venusmuscheln auf den Tisch (11,80 Euro), Penne mit Wodka und Lachs (10,50 Euro).
Von Montag bis Freitag wird ein Mittagsmenü serviert (12 Euro), am Wochenende ein Degustations-Menü (vier Gänge: 21,50 Euro, fünf Gänge: 37,50 Euro).

Vor dem Restaurant lädt eine Terrasse zum Open-Air-Speisen ein, mit Blick auf Fischerboote und Meer. Doch mit den wenigen Außentischen will sich Carta, der früher bereits Lokale in Barcelona und Ibiza betrieben hat, nicht begnügen. Denn schon steht er - Carta hat die Gaststätte gepachtet - mit den Mühlenbesitzern in Verhandlungen über einen Umbau des Daches zu einer zweiten Terrasse. Wenn es nach ihm geht, soll es bereits im Mai so weit sein.

Ob das gelingt, steht dahin. Die Mühle nämlich, rund 180 Jahre alt, ist etwas Besonderes, sagt Nachbar Miquel Servera. ýWir nehmen an, dass diese molí ursprünglich keine Getreide-, sondern eine Salzmühle war", sagt er. ýAuf alten Fotos sind nämlich vor dem Gebäude Vertiefungen zu sehen, die offenbar zur Gewinnung von Meersalz dienten."

Solche Theorien lassen sich natürlich am besten bei einem Glas Wein diskutieren. Die Auswahl ist im El Tula groß. Acht bianchi sind zum Beispiel darunter, 17 rossi, hinzu kommen einige Spanier. Als Hauswein wird ein Montepulciano d´Abruzzo ausgeschenkt.

Besonderes Augenmerk richtet man in diesem Restaurant auf den Kaffee. Ihm gehört die Leidenschaft Cartas. ýEine Welt für sich", sagt der Römer, der neben italienischer Pasta und Desserts auch eigenen Kaffee auf Mallorca vertreiben wird. Es ist ein Kaffee, der nicht zu 100 Prozent aus Arabica-Bohnen hergestellt wurde, ýden würde ja kein Italiener trinken". ýSein" Kaffee besteht aus einer Mischung: 80 Prozent Arabica, 20 Prozent Robusta. ýEr wird in geringen Mengen sehr schonend, über Holz, geröstet", erzählt er.

Bereits im April wird er entsprechende Kurse in Palma anbieten - Lehrgänge, die von der Warenkunde über Röstverfahren bis hin zur richtigen Zubereitung reichen. Zunächst werden sich diese Veranstaltungen ausschließlich an Profis aus dem Gastronomiegewerbe richten. Später sollen sie für alle Interessierten offen sein. Bis dahin heißt es: Abwarten - und Kaffee trinken. Im Tula. Es lohnt sich.

El Tula Restaurant, C/. Marques de la Romana, 22, Palma (Portitxol). Telefon: 971-24 95 21.

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