28. Juni 2019
28.06.2019

Diese Filme sollten Sie beim Atlàntida Film Fest nicht verpassen

Vom 1. bis 7.7. findet das Festival zum vierten Mal in Palma de Mallorca statt - alle Vorführungen sind kostenlos

28.06.2019 | 01:00
Dreistündiges Epos aus Deutschland: „Brecht".

Zum vierten Mal findet das als reines Online-Festival gestartete Atlàntida Film Fest (1.–7.7.) in Palma statt. Alle Veranstaltungen sind kostenlos, das Programm ist vielversprechend. Aber alles wird man nicht sehen können. Wir bieten einen Leitfaden, welche Filme Sie nicht verpassen sollten. Fast alle Filme des Festivals in Palma (immer im Original mit spanischen Untertiteln) sowie viele weitere können Sie vom 1.7.–1.8. auch online unter filmin.es/pack/atlantida-film-fest-2019 schauen (Online-Festivalpass: 15 Euro).

Deutsche Filme

Zwei Filme aus Deutschland werden in Palma gezeigt. Heinrich Breloers Brecht (mit Burghart Klaußner und Tom Schilling) läuft am 6.7. um 19 Uhr im CineCiutat (Kartenreservierung ratsam).

Die Verfilmung der Hape-Kerkeling-Biografie Der Junge muss an die frische Luft von Caro­line Link wird zum Abschluss des Festivals als Spanien-Premiere in Ses Voltes unterhalb der Kathedrale gezeigt (7.7., 22 Uhr) – dieser Film ist online nicht verfügbar.


Doku-Perlen

Einer der am meisten erwarteten Filme des Festivals ist wohl Cold Case Hammarskjöld (Ca n'Oleo, 6.7., 21 Uhr, Reservierung ratsam). Mads Brugger untersucht in der Polit-Doku den bislang ungeklärten Tod des damaligen UNO-Generalsekretärs Dag Hammarskjöld im Jahr 1961.

Aus Schweden kommt The ­Feminister von Viktor Nordenskiöld (Ca n'Oleo, 1.7., 21 Uhr, Reservierung ratsam). Der Film begleitet vier Jahre lang die schwedische Außenministerin Margot Wallström in ihrem Amt. Exklusiv in Palma (und nicht online) ist Maradona von Asif Kapadia zu sehen (Ses Voltes, 6.7., 22 Uhr). Zusammengestellt aus rund 500 Stunden unveröffentlichtem Videomaterial konzentriert sich der Film auf die Jahre der Fußballlegende in Neapel.

Eine ganz andere Art Star war Jonathan Agassi – er gilt als einer der erfolgreichsten schwulen Pornodarsteller der vergangenen Jahre. Jonathan Agassi Saved My Life (Es Baluard, 6.7., 19 Uhr, Reservierung ratsam) von Tomer Heymann erzählt seinen Ausstieg aus der Branche.

Der Protagonist wird vor Ort sein. Xavi Herrero präsentiert mit Moonface (Ca n'Oleo, 3.7., 21 Uhr, Reservierung ratsam) ein feinfühliges Porträt der Kriegsfotografin Christine Spengler.

Jung und wild

Eine kleine Tradition des Festivals: ­Jedes Jahr läuft ein Film, der Jugendliche in einem Exzess aus Drogen und Sex, Spaß und Verlorenheit zeigt. In diesem Jahr ist es der russische Film Acid (Altes Gefängnis, 4.7., 22 Uhr, Reservierung ratsam) von Alexandr Gorchilin.

Ebenfalls wenig erbaulich ist die Perspektive der jungen Leute in Scheme Birds (Es Baluard, 7.7., 18 Uhr, Reservierung ratsam), Ellen Fiskes Doku über den Thatcherismus in Motherwell. Ein wenig Deutschland bekommt man auch in dem in Berlin gedrehten Thriller M/M (Es Baluard, 5.7., 18 Uhr, Reservierung ratsam) von Drew Lint zu sehen. Der Film dreht sich um eine Beziehung zwischen einem Kanadier und einem Deutschen – zudem ist dort viel Techno zu hören.

Um die Anfänge der elektronischen Musik in Frankreich geht es im von viel Frauen­power getragenen Film Le choc du futur (Es Baluard, 7.7., 20 Uhr, Reservierung ratsam) von Marc ­Collin.

Den Traum von einer Karriere in der Musikwelt erzählt Max Minghella in der Spanien-Premiere von Teen ­Spirit (Ses Voltes, 5.7., 22 Uhr, nicht online) mit Elle Fanning und ­Rebecca Hall in den Hauptrollen.

Mallorca und der König

Auch mallorquinische Filmemacher sind beim Festival vertreten: allen voran Agustí Villaronga mit seinem Nacido Rey („Born a King"), der bei der Eröffnungsgala am 2.7. im Castell Bellver läuft. Der Regisseur hatte das Biopic über die Kindheit des saudischen Königs Faisal im Auftrag des dortigen Königshauses gedreht – es ist der erste Film, der seit 35 Jahren überhaupt in Saudi-Arabien gezeigt werden darf. Karten für die Gala, zu der sich auch die spanische Königin Letizia angekündigt hat, gibt es nur auf Einladung. Spannend dürfte auch Ciudad de los muertos (CineCiutat, 5.7., 21 Uhr, Reservierung ratsam) sein. Die neue Doku des Regisseurs Miguel Eek erzählt vom Alltag auf dem Friedhof von Palma.

Javier García Lerín präsentiert seinen von der Kritik gefeierten Dokumentarfilm Els ulls s'aturen de creixer (Es Baluard, 1.7., 20.30 Uhr, Reservierung ratsam) über den mallorquinischen Musiker Miquel Serra.

Und Sonst?

Ein Pflichttermin dürfte die Ausstrahlung von Kes (CineCiutat, 1.7., 19 Uhr), dem Debütfilm aus dem Jahr 1969 von Stargast Ken ­Loach, sein, der als einer der besten Filme der Geschichte Großbritanniens gilt. Der für sein sozialkritisches Kino bekannte Regisseur und zweifache Cannes-Gewinner stellt sich danach den Fragen des Publikums. Zudem adaptiert das Festival das Konzept der TV-Serie und präsentiert am 3., 4. und 5.7. in Can Balaguer (jeweils 18.30 Uhr) in Lucha de ideas eine ­Mischung aus Kino und Debatte zu Themen wie Nationalismus.

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