Auch für Erwachsene: Warum das Puppentheater-Festival auf Mallorca weit mehr bietet als Kinderspaß
Für jedes Alter und auf ganz Mallorca: Vom 12. bis 18. Mai steht wieder das internationale Puppentheater-Festival an

Szene aus dem Stück „Kariguri“ der katalanischen Gruppe "Giramagic" / Veranstalter
Einsamkeit, Isolation, harte Wetterbedingungen – die Geschichten, die der dänische Autor Jørn Riel einst über seine Abenteuer in Grönland schrieb, sind poetisch, amüsant und tiefgründig zugleich. Auf kreative Weise gibt das Künstlerkollektiv „La Ruée vers l’Or“ aus dem kanadischen Québec diese besondere Mischung jetzt in einer Puppentheater-Version wieder. Es ist nur eines der Highlights des diesjährigen Puppentheater-Festivals „Festival de Teatre de Teresetes“ – und beweist einmal mehr, dass diese Bühnenkunst weit mehr ist als nur Kinderbelustigung.
60 Aufführungen
Los geht das Festival, das parallel an verschiedenen Orten der Insel stattfindet, am Montag (12.5.). Allerdings sind wie bereits in den vergangenen 26 Ausgaben die ersten Tage Workshops und Veranstaltungen für die Profis gewidmet. Das Bühnenprogramm für die breite Öffentlichkeit startet am Mittwoch (14.5.). Knapp 60 Aufführungen stehen dann bis einschließlich Sonntag (18.5.) an – eine bunte Mischung, die Puppen, Objekte, Schattenspiel, Bewegung, aber teils auch Livemusik und Soundeffekte miteinander vermengt. Verschiedene Genres sprechen die unterschiedlichsten Interessen- und Altersgruppen an.

Das mallorquinische Ensemble "Viatge al món de n'Aina" führt ihr Stück auf Katalanisch vor / privat
Viele der Aufführungen feiern dabei Balearen- oder sogar Spanien-Premiere, darunter „Kariguri“ der katalanischen Gruppe „Giramàgic“. Dieses wortlose Stück eignet sich besonders gut für Zuschauer aller Nationalitäten und Altersklassen und wird gleich mehrmals auf verschiedenen Bühnen der Insel gezeigt. Eine weitere Neuheit ist das Stück „Tout / Rien“ – eine Inszenierung mit manipulierten Objekten der belgischen Gruppe „Modo Grosso“, die ebenfalls ohne große Worte auskommt und damit gleichermaßen Urlauber und Einheimische anspricht.
Internationale Ensembles
Wie in jedem Jahr kommen die teilnehmenden Künstler auch diesmal teilweise von weit her. Neben mehreren Gruppen vom spanischen Festland sind auch Künstlerkollektive unter anderem aus Belgien, Brasilien und Kanada vertreten. Das sorgt für ein Vielzahl unterschiedlicher kultureller Einflüsse. In dem Familienstück „Lampião y Maria Bonita“ des brasilianischen Kollektivs „Mosaico cultural“ beispielsweise geht es nicht nur um Werte wie Mut und Freundschaft, sondern auch um die Musikalität und die Mentalität des brasilianischen Nordostens.
Zwei Stücke vom Festland handeln hingegen vom Alter: „La maquiné“ aus Andalusien erzählt in „Estación paraíso“ von einer in die Jahre gekommenen Marionette, „Geronto Show“ aus Valencia von einem Seniorenheim. Für andere Teilnehmer ist es ein Heimspiel: Etwa die Hälfte der Aufführungen geht auf das Konto mallorquinischer Ensembles, darunter etwa Binixiflat, die mit Handpuppen und Stofftieren schon das jüngste Publikum ab zwei Jahren ansprechen.

Schon für die jüngsten Zuschauer ab zwei Jahren: "Tina, convida a volar!" von der mallorquinischen Gruppe "La Fornal" / privat
Überall auf der Insel
„Das Besondere am Festival ist seine Vielfältigkeit – auch was die Aufführungsorte angeht“, heißt es seitens der Veranstalter. Neben zahlreichen Bühnen in Palma gibt es Veranstaltungen in Sa Pobla, Andratx, Sineu, Alcúdia, Muro, Portocristo, Costitx, Sant Llorenç, Portocolom, Inca, Manacor, Alaró, Pollença, Llucmayor, Colònia de Sant Pere, Porreres und Calvià – eine gute Möglichkeit also, weitere Kultureinrichtungen der Insel kennenzulernen.
Genaue Infos zum Programm und Karten gibt es unter festivalteresetesmallorca.cat
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