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Viel besser als Heino im Bierkönig: 200 Meter weiter begeisterten die Palma Gospel Singers

Größer hätte der Kontrast kaum sein können: Der mallorquinische Laienchor feierte fast zeitgleich mit großartiger Musik zehnjähriges Bestehen

Bei der Zehn-Jahres-Feier der Palma Gospel Singers in der Porciúncula an der Playa de Palma.

Ciro Krauthausen

Ciro Krauthausen

Ciro Krauthausen

Mallorca kann zum Glück auch ganz anders als Ballermann und deutsche Populärkultur. Komplexer, fröhlicher, schöner. Fast zeitgleich mit dem Auftritt von Schlagerlegende Heino im Bierkönig haben am Samstag (31.5.) nur 200 Meter weiter die Palma Gospel Singers mit einem hinreißenden Konzert ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Die 60 Sängerinnen und Sänger wussten in der vollbesetzten Kirche La Porciúncula einmal mehr, mit ihrer Spiel- und Gesangsfreude auch das Publikum anzustecken.

Die Mitglieder des Laienchors - es sind sowohl Einheimische als auch Zugezogene und mehrere Generationen dabei - hätten sich lange überlegt, wie sie den runden Geburtstag feiern wollten, sagte der Vorsitzende der Palma Gospel Singers, Toni Fiol, bei seiner Begrüßung. Letztlich beschlossen sie, sich bei Freunden und Weggefährten mit dem zu bedanken, was sie am besten können: großartiger Musik. Insgesamt waren es an diesem Abend zwölf Songs, von "Joyful" über "I'm a Believer" und "Let It Be" bis zu "Lion Of Judah" und "Oh Happy Day".

Die Musik als "Seele des Menschen"

Dass es bei der Musik und ganz besonders beim Gospel um die "Seele" des Menschen gehe - eine Seele, die dort unten in der sogenannten Schinkenstraße verlorenzugehen drohe - betonte Pere Ribot. Der Franziskaner-Pater und Hausherr in der Porciúncula sollte ebenso wie der mallorquinische Chorleiter Juan Rosselló und der Pianist Andreu Burguera für ihre Unterstützung der Palma Gospel Singers besonders gewürdigt werden.

Warme, rührende Worte, vorgetragen von seiner Frau, die selbst im Chor mitsingt, gab es auch für den musikalischen Leiter Rafael Fiol (lesen Sie hier ein Interview mit ihm). Er dirigiert den Chor, dessen Auftritt größtenteils Benefizkonzerte sind, seit nunmehr sechs Jahren. Die hohe musikalische Qualität ist auch sein Verdienst.

Letztlich aber, so sagte Rafael Fiol sichtlich bewegt von der Würdigung, ginge es ihm darum, die Sängerinnen und Sänger "glücklich" zu machen. Nur so könne das Glück der Musik auch auf die Zuhörer überspringen. Und das tat es auch an diesem Abend.

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