Aus der Traum: Palma fliegt vor der Endrunde zur Europäischen Kulturhauptstadt 2031 raus
Vier andere spanische Städte sind als Finalisten um den Titel ausgewählt worden

Waren hier noch voll strahlender Zuversicht: Palmas Vertreter in Madrid nach der Präsentation der Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt. / Rathaus Palma
Es hat am Ende nicht gereicht: Palma ist kurz vor der Finalrunde für den Titel "Europäische Kulturhauptstadt 2031" ausgeschieden. Die spanischen Städte Oviedo, Cáceres, Granada und Las Palmas de Gran Canaria wurden als Finalisten ausgewählt, wie die Vorsitzende des Expertenkomitees, Tanja Mlaker, am Freitag (13.3.) auf einer Pressekonferenz bekanntgab. Laut den Expertion verfügen diese vier Städte über das größte Potenzial.
Die Auswahl wurde von einem Ausschuss getroffen, der sich aus zehn unabhängigen internationalen Experten zusammensetzte: acht von den an der Europäischen Kulturhauptstadt beteiligten europäischen Institutionen benannte Experten und zwei vom spanischen Kulturministerium ernannte Mitglieder. Eine Delegation aus Palma hatte die Bewerbung der Insel-Hauptstadt unter dem Motto "Mediterrànea in Motion" am Mittwoch (11.3.) in Madrid präsentiert.
Nikos Isaris, stellvertretender Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Spanien, drückte die Hoffnung aus, dass der Bewerbungsprozess unabhängig von der Entscheidung der Jury eine "positive Erfahrung" für die Städte gewesen sei. "Ich hoffe, dass sie ihre exzellente Arbeit fortsetzen und den Schwung nutzen, der durch die Arbeit in den vergangenen Monaten entstanden ist." Zudem hoffe er, dass die Bewerbung die "Rolle der Kultur" in den Bewerberstädten gefestigt habe.
Das sagt Palmas Bürgermeister
Palmas Bürgermeister Jaime Martínez zog in diesem Sinne ein positives Fazit aus der Arbeit an der Bewerbung. Zwar habe Palma den Sprung unter die vier Finalstädte nicht geschafft, doch sei "eine sehr wertvolle Arbeit geleistet worden, die deutlich gemacht hat, dass Palma mit oder ohne Nominierung bereits tatsächlich eine große Kulturhauptstadt ist – im Mittelmeerraum, in Europa und in der ganzen Welt“. Martínez beglückwünschte die vier verbliebenen Bewerber und erklärte, er sei überzeugt, dass alle Kandidaten "ebenso wie Palma sehr interessante Projekte ausgearbeitet haben, die es verdienen, weiter um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt zu kämpfen."
Zugleich betonte der Bürgermeister, die vom Bewerbungskomitee geleistete Arbeit sei "keineswegs vergeblich gewesen. Ganz im Gegenteil, denn sie hat uns dazu gedient, die Grundlagen des kulturellen Aufschwungs, den Palma in dieser Legislaturperiode erlebt, weiter zu festigen“. Der eingeschlagene Weg der Transformation werde "fortgesetzt werden und von nun an mit demselben Engagement und derselben Intensität weiter beschritten“, sagte Martínez. Dies solle weiterhin "aus der übergreifenden und kollektiven Perspektive heraus“ geschehen, die die Bewerbung geprägt habe, unter Einbeziehung des Kultursektors und der gesamten Bürgerschaft. Der Bürgermeister kündigte zudem an, dass das Rathaus in den kommenden Tagen den Inhalt des Kulturhauptstadt-Projekts "Mediterrània in Motion“ im Detail vorstellen werde.
In neun Monaten soll der Sieger feststehen
Die ausgewählten Städte haben nun neun Monate Zeit, um ihre Bewerbungen auszuarbeiten. Im kommenden Dezember wird die Bewertungskommission erneut zusammentreten. Bei der Konferenz im Kulturministerium würdigte Mlaker die "Leidenschaft und das Engagement" der neun eingereichten Bewerbungen. Neben Palma sind auch Burgos, Jerez de la Frontera, Potries (Valencia) und Toledo ausgeschieden. "Die Arbeit war nicht umsonst, sie ist eine solide Grundlage für die zukünftige kulturelle Entwicklung eurer Städte", erklärte Tanja Mlaker.
- Nach Teileinsturz des Speisesaals: Hotel auf Mallorca muss erst einmal schließen
- Regen, Kälte und Sturm: Wie lange das schlechte Wetter auf Mallorca anhalten soll
- Speisesaal eines Hotels in Santa Ponça auf Mallorca bricht weg: zwei Leichtverletzte
- Deutsche, Deutsche überall': Neue Schmiererei in Palma wirft Fragen auf
- Ballermann-Urlauber aufgepasst: Privater Sicherheitsdienst soll endlich für Ordnung an der Playa de Palma sorgen
- Weder Picasso noch Miró oder Warhol: Das ist das teuerste Kunstwerk auf der Art Cologne Palma Mallorca
- Jetzt auch noch die Lufthansa: So ist die Streiksituation am Flughafen Mallorca zum Ende der Osterferien
- Wie versuchter Mord' und 10.000 Euro Kopfgeld: So traumatisiert sind die 'Goodbye Deutschland'-Auswanderer Steff Jerkel und Peggy Jerofke nach dem Anschlag