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Mehr als Kindertheater: Mallorcas Puppentheater-Festival begeistert mit internationalen Produktionen

Was das internationale Festival de Teresetes dieses Jahr an Aufführungen für Kinder und Erwachsene bereithält

Die katalanische Kompanie „Xip Xap“ führt das Stück „Hamelin“ auf.

Die katalanische Kompanie „Xip Xap“ führt das Stück „Hamelin“ auf. / ORGANISATOR

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Sarah López

Sarah López

Sie verzaubern Kinder, doch längst nicht nur sie: Beim „Festival Internacional de Teatre de Teresetes de Mallorca“ werden auch in diesem Jahr wieder Puppen und Objekte auf der Bühne oder beim Straßentheater lebendig. Vom 1 1. bis zum 17. Mai rückt die 28. Ausgabe des Festivals zeitgenössische Bühnenformen in den Mittelpunkt – für Kinder, aber auch für Erwachsene.

Das Programm ist umfangreich: 58 Vorstellungen sind geplant, davon 32 in Palma, 25 in anderen Gemeinden und eine auf Menorca. Insgesamt nehmen 20 Kompanien teil. Fünf davon reisen aus Frankreich, Portugal, England, Tschechien und Slowenien an, hinzu kommen vier Kompanien vom spanischen Festland, eine von Formentera, eine von Menorca sowie neun von Mallorca.

Los geht es am Donnerstag (14.5) um 20 Uhr im Teatre Principal in Palma. Gezeigt wird „Viva!“ der französisch-spanischen Kompanie „La Loquace Cie“. Das Stück erzählt von einem Femizid während der Franco-Diktatur und stellt Fragen nach gesellschaftlicher Verantwortung und Aufarbeitung.

Fado und neue Interpretation vom Quijote

Auch die weiteren internationalen Beiträge zeigen, wie vielseitig Puppen- und Objekttheater sein kann: „El fado d’Ulisses“ aus Portugal verbindet eine Bearbeitung der Odyssee mit traditionellem portugiesischem Fado und Puppenspiel. Das britische String Theatre bringt mit „El circ dels insectes“ eine Insektenwelt auf die Bühne, während das slowenische Teatro Matita in „Being Don Quichotte“ Cervantes’ berühmte Figur mit Objekten, Musik und Improvisation neu betrachtet.

Gleichzeitig wird das Festival für viele Beteiligte auch ein Heimspiel. Mit dabei sind unter anderem „Sa Rateta 2.0“ von Myotragus Teatre, ausgezeichnet mit dem Premi Bòtil 2025. Erzählt wird eine neue Version einer mallorquinischen rondalla (traditionelles Volksmärchen). Es geht darin um einen Schrotthändler, der aus Altmetall eine ganze Reihe von Puppen gebaut hat.

Wo zu sehen?

In Palma gehören unter anderem der Innenhof von La Misericòrdia, das Teatre Mar i Terra, das Teatre Xesc Forteza, das Teatre Principal, das Teatre Sans sowie mehrere Stadtteilbibliotheken zu den Spielorten. Außerhalb der Balearen-Hauptstadt macht das Festival in 14 Gemeinden Station, darunter Alaró, Alcúdia, Andratx, Artà, Felanitx, Inca, Llucmajor, Manacor, Pollença, Porreres und Sineu.

Eintritt ab zwei Euro

Ergänzt wird das Programm durch Begegnungstage für Fachleute, einen Workshop zu Licht- und Schattentheater sowie das Sozialprogramm „Teresetes Socials“. Es soll Menschen mit Behinderung oder in sozial schwierigen Situationen erreichen. Eintrittskarten in Palma kosten je nach Spielort fünf oder acht Euro. In einigen Gemeinden gibt es auch schon ab zwei Euro Puppentheater, zudem sind einige Aufführungen komplett kostenlos.

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