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Erst Romeo Santos und Prince Royce, jetzt der nächste Superstar: Palma ist im Latin-Fieber

Auf dem Veranstaltungsgelände Son Fusteret geben sich dieser Tage gleich drei Latino-Superstars die Ehre – Zufall oder ein neuer Trend?

Wird von seinen Fans auf der Insel schon sehnsüchtig erwartet: Juan Luis Guerra. | FOTO: JOAQUÍN CORCHERO / EUROPA PRESS

Wird von seinen Fans auf der Insel schon sehnsüchtig erwartet: Juan Luis Guerra. | FOTO: JOAQUÍN CORCHERO / EUROPA PRESS

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Simone Werner

Simone Werner

Nach dem Latino-Konzert in Son Fusteret in Palma ist in diesem Jahr vor dem Latino-Konzert. Erst gaben am Sonntag (5.7.) die US-amerikanischen Latinsänger Romeo Santos und Prince Royce ein Doppel-Gastspiel auf der modernen Open-Air-Bühne. Am Freitag (10.7.) steht mit dem Dominikaner Juan Luis Guerra dann schon der nächste Act eines bekannten Latino-Künstlers ins Haus.

Romeo Santos und Prince Royce heizen Palma ein

Um 22 Uhr, eine Stunde später als geplant, betraten der Prinz und der König der Bachata-Musik am vergangenen Wochenende (5.7.) gemeinsam die Bühne. Das Publikum tobte. Das lange Warten war bei den 17.000 Besuchern spätestens vergessen, als die schick gekleideten Herren samt der mehr als zehnköpfigen auf mehrere Etagen verteilten Band „Better late than never“ anstimmten. Nach dem Song ist auch ihr Album („Mejor tarde que nunca“) benannt, mit dem sie derzeit auf Europa-Tour sind.t

Vor allem Romeo Santos, der als Mitglied der Band Aventura bekannt wurde, heizte der Menge mit heißen Posen bei Temperaturen weit über 30 Grad zusätzlich ein. In einem Moment während des zweistündigen Konzerts drehte er der versammelten Bachata- und Latino-Szene der Insel den Rücken zu, bewegte rhythmisch seine Hüften und strich mit seiner Hand provokativ über seinen Intimbereich. Dank der XXL-Bildschirme entging auch den Zuschauern in den hinteren Reihen keine Geste der beiden Künstler.

Romeo Santos hatte beim Insel-Publikum sozusagen noch etwas gut zu machen: 2016 sollte er eigentlich in der Palma Arena auftreten. Dazu kam es letztlich aber nicht.

Aus der Dominikanischen Republik nach Mallorca

Am Freitag (10.7.) bringt Juan Luis Guerra dann karibische Rhythmen nach Son Fusteret. Auch er macht anlässlich seiner Spanien-Tour „Juan Luis Guerra 4.40“ (seine Band heißt 4.40) dort Station. „Wir sind schon hier, Palma de Mallorca! Wir sehen uns am Freitag in Son Fusteret“, schrieb er am Dienstag (7.7.) zu zwei vor dem Meer aufgenommenen Fotos bei Instagram. Schon seit den 90er Jahren sei der Dominikaner immer einmal wieder auf Spanien-Tour, wie er in einem anderen Post schreibt.

Musikalisch kommt Guerra zwar aus der Dominikanischen Republik, studiert hat er aber am Berklee College of Music in Boston. 1984 brachte der für seine tanzbaren Mischungen aus Merengue, Bachata, Jazz, Salsa und anderen Stilen bekannte Musiker und Komponist sein erstes Album („Soplando“) heraus. International bekannt wurde Guerra vor allem mit „Ojalá que llueva café“ (1989). Mit „Bachata rosa“ (1990) räumt er seinen ersten Grammy ab. Für „Ni es lo mismo ni es igual“ (1998) bekam der mittlerweile 69-Jährige im Jahr 2000 drei Latin Grammys. In den Jahren gelang es ihm, sich mit zahlreichen weiteren Auszeichnungen zu schmücken. Erst 2024 triumphierte er bei den Latin Grammys mit seinem Album „Radio Güira“ und dem Song „Mambo 23“.

Liebesposie, aber auch Gesellschaftskritik

Die Texte zu den Liedern mit der ihn auszeichnenden karibischen Rhythmik reichen von Liebespoesie bis hin zu Gesellschaftskritik. Auch sein christlicher Glaube spielt in manchen Songs eine Rolle. Zu seinen bekanntesten Hits gehören „Bachata Rosa“, „La Bilirrubina“ und „Burbujas de amor“.

Bei den Verantwortlichen für die Events in Son Fusteret will man von einem bewussten Latino-Fokus unterdessen nichts wissen. Unter den circa 50 geplanten Veranstaltungen (längst nicht nur Konzerte) seien nur zwei von Latino-Musikern. Es sei eher Zufall gewesen, da die Tourdaten der Künstler zusammengefallen sind.

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