Die Tipps der MZ: Diese Konzerte sollten Sie beim Mallorca Live Festival nicht verpassen

Das Event bringt wieder eine bunte Mischung an Musikstilen auf die Insel. Mit dabei sind sowohl Musiklegenden als auch aufstrebende Künstler

Größtes Musikfestival der Insel: Das Mallorca Live Festival findet im Juni im Urlaubsort Magaluf statt. | FOTO: JAVIER BRAGADO

Größtes Musikfestival der Insel: Das Mallorca Live Festival findet im Juni im Urlaubsort Magaluf statt. | FOTO: JAVIER BRAGADO / Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Das Mallorca Live Festival geht von Donnerstag (13.6.) bis Samstag in seine diesjährige Ausgabe. Als Headliner haben die Veranstalter mit der US-Rockband Blondie (Do., 22 Uhr) und dem 80er-Jahre-Pop-Duo Pet Shop Boys (Sa., 23.30 Uhr) zwei Musiklegenden verpflichtet. Und mit Soulsänger Michael Kiwanuka (Fr., 22 Uhr) und den Elektro-Veteranen Underworld (Fr., 0.30 Uhr) stehen noch zwei Namen oben auf dem Plakat, von denen man mindestens einen Song kennt. Eine andere große Band, die bei dieser Ausgabe dabei ist, sind die schottischen Pop-Poeten Belle & Sebastian (Sa., 23 Uhr). Und nicht zuletzt steht auch mit Fab Morvan ein Teil des skandalumwitterten Popduos Milli Vanilli (Fr., 21.40 Uhr) beim Festival auf der Bühne. Aber wer sind die anderen Künstler? Ein Überblick für jene, die auf Entdeckungstour gehen möchten.

Made in Spain

Neben den bekannten internationalen Bands, kommen auch einige Künstler zum Festival, die in Spanien eine große Nummer sind, im deutschsprachigen Raum aber eher wenig bekannt sind. Zum einen sind da die Popstars Aitana (Sa., 21 Uhr) und Rels B (Do., 0.30 Uhr). Letzterer stammt von der Insel und füllt mit seiner Mischung aus Rap, Latin Pop und R & B in Lateinamerika ganze Stadien.

Aitana wurde über die Castingshow „Operación Triunfo“ berühmt und hat sich als spanischer Popstar etabliert. Daneben kommen bekannte Indie-Bands: Lori Meyers (Fr., 23.15 Uhr) sind mit ihren Mitsing-Songs landesweit Festivallieblinge. Love of Lesbian (Do., 23.30 Uhr) bestechen durch ihren poetischen Gänsehaut-Pop und den charismatischen Frontmann Santi Balmes. Arde Bogotá (Sa., 2 Uhr) haben mit ihrem Indierock zuletzt einen rasanten Aufstieg erlebt. Gleiches gilt für María José Llergo (Fr., 21.15 Uhr), allerdings überzeugt die Andalusierin nicht mit Rock, sondern mit klassischem Flamenco. Ein Highlight dürfte auch das Konzert des Duos _juno (Sa., 1.05 Uhr) werden. Das Nebenprojekt der bekannten Sängerin Zahara verzaubert mit melodiösem Pop über elektronischen Klangteppichen.

Tanzbare Strommusik

Auch einige große Namen der Elektro-Szene sind in diesem Jahr dabei. Die Franzosen The Blaze (Sa., 1.15 Uhr) sind nicht nur für ihre aufwendigen Videos, sondern auch für ihre eindringlichen Songs bekannt. Die Grammy-nominierte Kanadierin Jayda G (Sa., 4 Uhr) gilt als eine der talentiertesten Persönlichkeiten in der House-Szene. Der Syrer Omar Souleyman (Do., 22.35 Uhr) war einst Hochzeitssänger in seiner Heimat, seit Jahren mischt er auf den Bühnen der Welt syrische Musik mit elektronischen Beats. Wem das gefällt, der wird sich auch über die Musik des Pariser Kollektivs Acid Arab (Do., 1 Uhr) freuen. Der Katalane John Talabot (Sa., 21.15 Uhr) ist derweil einer der großen House- und Techno-DJs des Landes.

Für immer Punk

Auf ihre Kosten kommen in diesem Jahr auch Punk-Fans. Das spanische Duo La Élite (Do., 23.25 Uhr) bringt mit ihrem Elektro-Punk jede Bühne zum Beben. Ähnliches gilt für die energiegeladene, minimalistische Show der Briten Sleaford Mods (Sa., 22.30 Uhr). Wer es lieber mit Gitarre mag, darf sich auf die irischen Newcomer Sprints (Do., 1.15 Uhr) sowie Shame (Fr., 20 Uhr) aus England und Sandré (Fr., 19.15 Uhr) aus Barcelona freuen. Ein Highlight dürfte auch die Show des US-Amerikaners Jeff Rosenstock (Fr., 21 Uhr) sein, dessen jüngstes Album „Hellmode“ zu den besten des Jahres 2023 gekürt wurde. Zwar kein Punkrock im klassischen Sinne, aber gitarrenlastig und unterhaltsam: die britische Band The K’s (Fr., 1.15 Uhr)

Inselsnacks

2024 ist – so hat es den Anschein – das Jahr der Mallorquinerin mit deutschen Wurzeln, Maria Hein. Die Popsängerin, die derzeit viel Aufmerksamkeit bekommt, darf das Festival am Donnerstag um 18.15 Uhr eröffnen. Auch Inseldarling Júlia Colom (Do., 19.15 Uhr) präsentiert ihre moderne Interpretation traditioneller mallorquinischer Musik. Ebenfalls heiß erwartet: Die Show des queeren Trios Fades (Fr., 20 Uhr), das auf Gute-Laune-Pop setzt. Auch die letztjährigen Gewinner des Bandwettbewerbs Palma Pop-Rock Negre, sind beim Festival mit von der Partie (Sa., 18.15 Uhr).

Abonnieren, um zu lesen

THEMEN