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Vom Stadtpalast bis zum Antiquariat: Hier können Sie in der Nit de l'Art noch mehr Kunst entdecken

Die Nit de l’art ist das Kunstevent des Herbstes. So beteiligen sich nicht nur die Mitglieder des Galeristenverbands Art Palma Contemporani und Institutionen des offiziellen Programms. Auch weitere Galerien und Schauplätze der Stadt mischen mit – es gibt viel zu sehen!

Eine Straßenfotografie aus der Serie „Fragments of time“ von Jens F. Kruse, zu sehen in den Räumen des Architekturbüros mirror.

Eine Straßenfotografie aus der Serie „Fragments of time“ von Jens F. Kruse, zu sehen in den Räumen des Architekturbüros mirror. / Jens F. Kruse

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Brigitte Rohm

Brigitte Rohm

Auf der kreativen Welle der Nit de l’Art schwimmt die ganze Kunstszene der Stadt mit – so gibt es an diesem Abend noch viele weitere sehenswerte Ausstellungen. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl.

Mehr Galerien und Vernissagen

Mächtig ins Zeug legt sich in diesem Jahr die Gallery Can Boni. Sie hat ihre neue Gruppenausstellung mit vierzehn überwiegend lokalen Künstlern sogar „Nit de l’Art ’24“ genannt – und dafür einen besonderen Teilnehmer gewinnen können, der sonst kaum noch mit Galerien zusammenarbeitet: Antonio García Villarán, einen bekannten spanischen Künstler, Kunstkritiker und Youtuber mit rund 1,4 Millionen Followern. Er wird außerdem am Vorabend (20.9., 19 Uhr) einen Vortrag zu seinem provokanten Konzept „Hamparte“ halten, mit dem er bestimmte Strömungen in der zeitgenössischen Kunst kritisiert.

Auch bei der Ahoy Gallery lohnt sich ein Besuch: Dort ist „Cross the Water“, die erste Ausstellung von Nicholas Kontaxis in Europa zu sehen. Der autodidaktische, zeitgenössische US-Amerikaner ist für seine farbenfrohen Leinwände bekannt, die einen Einblick in die lebensbejahende und komplexe Welt des an Epilepsie leidenden Künstlers vermitteln. Zusätzlich sind Werke von weiteren Künstlern wie Udo Lindenberg, Romero Britto, Salva Ginard, Bianka Yetgin oder Domingo Zapata zu sehen.

Nicholas Kontaxis in der Ahoy Gallery.

Nicholas Kontaxis in der Ahoy Gallery. / Ahoy Gallery

Kaplan Projects verfügt mittlerweile über zwei Räume und nutzt den ersten Standort, der so praktisch auf der Route zwischen Carrer de Sant Feliu und Plaça de la Porta de Santa Catalina liegt, für zwei neue Ausstellungen: „Carbon blue star, little sigh“ von Roger Thorp und „Meet how I see you“ von Aniya Defries. Bei Marimón wird zur Kunstnacht eine Solo-Ausstellung des spanischen Künstlers Fran Mayor Maestre eingeweiht. Und in der Gabriel Vanrell Galeria d’Art steht ebenfalls eine Vernis-sage an: „Entre instantes“ des nordspanischen Bildhauers Fernando Suárez Reguera.

Besondere Ausstellungsorte

Neben den klassischen Galerien setzen aber auch besondere Ausstellungsorte spannende Akzente. Wenn Sie ein Faible für ehrwürdige Gebäude in der Stadt haben, sollten Sie in der Librería Ripoll vorbeischauen: Im Innenhof der antiquarischen Buchhandlung ist ab 20 Uhr die Kunst- und Design-Schau „La nostalgia de lo perdido“ von Diseños Zon zu sehen. Die Werke reflektieren das Leben in Palma und die konstante Melancholie der Stadt.

Im schmucken Palacio Can Marqués startet zur Nit de l’Art um 19 Uhr eine Fotografie-Ausstellung unter dem Titel „Spanish Affair“ mit Arbeiten des renommierten Fotografen André de Plessel, dazu gibt es Livemusik. Das Projekt wird organisiert von der Künstlerplattform „Cut Art“, die plant, demnächst unter dem Namen „Cut Art Studio 58“ eine Galerie in Pere Garau zu eröffnen. Dieser erste Impuls im Stadtpalast wird nun bis 26.9. zu sehen sein.

Das Hotel Palau Sa Font stellt seine Räumlichkeiten für eine Ausstellung von Doris Duschelbauer zur Verfügung. Wer bereits mit ihren Werken vertraut ist, kann dort bis zum 5. Oktober eine ganz neue Facette, einen regelrechten Stimmungswandel der Künstlerin erleben: Erdige Brauntöne lösen die sonst so lebhaften, farbenfrohen Kompositionen ab. Ihr Spiel von Licht und Schatten lädt den Betrachter zum Innehalten ein und kreiert eine mystische und nachdenkliche Atmosphäre. Harmonisch kombiniert werden diese Arbeiten mit Werken des mallorquinischen Künstlers Pere Salvà.

"El abrazo de la sombra" von Doris Duschelbauer.

"El abrazo de la sombra" von Doris Duschelbauer. / Doris Duschelbauer

Dass Kunstwerke auch in modernen Räumen, die sonst einem ganz anderen Zweck dienen, glänzen können, stellt hingegen das Architekturbüro mirror. unter Beweis. An dessen Standorten in München und Rom gehören Ausstellungen fest zum Konzept, nun feiert das Büro in Palma sein einjähriges Bestehen und die Kunstnacht mit einer Schau des Straßenfotografen Jens F. Kruse. Dieser präsentiert einige Exponate aus seiner Serie „Fragments of time“: querformatige Straßenszenen, die mit Fragmenten aus dem urbanen Raum zu einem labyrinthischen Panorama zusammengefügt sind. Die Ausstellung wird dann bis Weihnachten bestehen bleiben und kann mit Voranmeldung unter events@mirror.onl besucht werden.

Kunst, Design und Mode

In Santa Catalina öffnet die Künstlerin Vivian Borsani ihr Atelier im Carrer de la Fàbrica, 13b. Sie hat zur Nit de l’Art eine gemeinsame Schau mit Anja Kleener vorbereitet. Malerei trifft dabei auf zeitgenössische Keramikkunst von Alaro Studio und handgefertigten Schmuck von Sowilove.

Auch im Interior Design Studio Klasse in Palma werden die Grenzen zwischen Kunst und Mode aufgelöst. Die Digital-Künstlerin „Unpainted“ (Marion Deppermann) zeigt ihre Kunst sowohl an der Wand als auch auf Kleidern: Als „Happening“ schreiten Models an diesem Abend mit Bannern durch die Straßen, eine Kooperation mit der Designerin Inge Hofmeyer von Blackforest Punk. Ergänzt wird die Veranstaltung mit einem Werk der Künstlerin und Fotografin Laina Peer, DJS und den „Gemstonian Crystals“ von Kimberley Steeb.

In Johann Nowaks Art & Design District Palma in La Soledat fängt man schon einen Abend früher mit der Kunstnacht an: Das Projekt „Loop Through“ des US-amerikanischen Videokünstlers Gary Hill geht in seine finale Phase, die am 20. und 21.9. jeweils ab 18 Uhr gefeiert wird. Nachdem es zuvor erste Einblicke gab, erstreckt sich die jetzige Ausstellung an strategischen Punkten über den ganzen neuen „Kunstdistrikt“.

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