Ein "nützliches und empathisches Museum": Das sind die Pläne des Es Baluard im neuen Jahr
Palmas Museum für zeitgenössische Kunst hat sein Programm für 2025 präsentiert – und einen Ausblick für die kommenden fünf Jahre gegeben

Blick in eine aktuelle Ausstellung im Es Baluard. / Es Baluard
Kontinuität und Wertschätzung für die eigene Sammlung stehen im Zentrum: David Barro, seit Mitte April Leiter des Es Baluard, hat kürzlich das Ausstellungsprogramm für 2025 und den strategischen Plan bis 2030 vorgestellt. Neuheiten sind etwa ein Master zu kreativem Denken in Kooperation mit den Hochschulen Adema und UIB und die „Biennal B“ mit Kongressen, Seminaren, Workshops und anderen Aktivitäten. Barro konnte seinen Ruf als bodenständiger Direktor untermauern: Das Museum solle „nützlich und empathisch“ sein und als Referenz für zeitgenössische Kunst vielfältiges Publikum anziehen.

Museumsleiter David Barro (Mitte) im Kreise von Künstlern und Kuratorinnen. / Es Baluard
Gelingen soll das 2025 mit elf ambitionierten Projekten. Der fulminante Startschuss fällt am 31. Januar, zunächst einmal mit der Neugestaltung der Dauerausstellung unter dem Titel „La ruptura del espacio pictórico“, die bis 30. August 2026 im Erdgeschoss zu sehen ist. Werke aus dem Es Baluard werden hier durch Leihgaben bereichert, sodass die Besucher sich stets an Arbeiten bedeutender Künstler wie Joaquin Mir, Joaquín Sorolla, Maria Blanchard, Fernando Luis Gordillo, Joan Miró, Antoni Tàpies oder Miquel Barceló erfreuen können.
Eine Trilogie mit deutschem Namen
Zeitgleich eröffnet der erste Teil einer Trilogie mit dem deutschen Namen „Nachleben“, die fundamentalen Fragen künstlerischer Disziplinen nachgeht. Den Auftakt macht „Lo intrínseco de la pintura“ und behandelt das Thema der Malerei als Konzeptkunst. Und damit nicht genug: Ab dem 31. Januar gibt es auch drei neue Sonderausstellungen: „Eugenio Dittborn. Pinturas aeropostales“, „Jessica Stockholder. Cardinal Directions“ und „José Fiol. The Green Fog“. Letztere ist von Raquel Victoria kuratiert und damit das erste von mehreren Projekten für den Espacio D, die nun von jungen Kuratorinnen gestaltet werden.
Spannend versprechen eine ortsspezifische Installation des deutschen Künstlers Markus Linnenbrink ab 29. April in Kooperation mit dem Casal Solleric und eine vonseiten des Museo Reina Sofía kuratierte Miró-Ausstellung im Juli zu werden. Der lokale Künstler Adrián Martínez bekommt ab 23. Mai eine Schau im Espacio D und wird am 19. September von der Holländerin Elisa Braem abgelöst. Zugleich startet eine Ausstellung der brasilianischen Künstlerin Sandra Cinto. Persönlich von David Barro kuratiert ist die Schau des griechischen Künstlers Jannis Kounellis, die das Programm ab dem 28. November abrundet.
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