Der Art Palma Brunch ist angerichtet: Ein Programmüberblick für das Frühlingsevent der Kunst auf Mallorca
Die Galerien der Insel sind endgültig aus dem Winterschlaf erwacht: Am Samstag, den 22. März, findet von 11 bis 15 Uhr die bereits 20. Ausgabe des beliebten Art Palma Brunch statt

Ein Werk von Juan Olivares in der Schau „Shanghai Garden“. | FOTO: GALERIA MAIOR
Snacks sollte man zwar nicht überall erwarten, aber zum Frühlingsevent des Galeristenverbands Art Palma Contemporani (APC) ist für geistige Nahrung bestens gesorgt: Die 20. Ausgabe des Art Palma Brunch steht in den Startlöchern. Wer in den vergangenen Jahren immer das Gefühl hatte, nicht alle interessanten Ausstellungen sehen zu können, darf frohlocken: Es gibt nun eine Stunde mehr Zeit für den Galerienbummel als zuvor – der Brunch findet am Samstag (22. März) von 11 bis 15 Uhr statt.
Zu den Neuheiten dieses Jahr zählt, dass die Werkstatt-Galerie 6A als offizielles Mitglied des Verbands dabei ist, die ehemalige Galerie L21 erstmals unter ihrem neuen Namen Florit / Florit im Programm auftaucht und dass Fran Reus sein erstes Projekt im Zuge der kürzlicheerfolgten Fusion mit La Bibi vorstellt: Für die Ausstellung von An Wei und Paul Riedmüller werden nur noch die Räume in Establiments genutzt. Zum Art Palma Summer soll dann der neue Sitz im Zentrum die Pforten öffnen.
Werke von mehr als 100 Künstlern und mehr als 40 Ausstellungen
Neben dem Blumenstrauß an sehenswerten Ausstellungen, die am Vormittag in Palma gemeinsam eröffnen und zum Flanieren einladen, macht auch das CCA Andratx mit und lockt mit mehreren frisch angelaufenen Kunstprojekten sowie mit der Möglichkeit, die aktuellen Residenten vor Ort zu treffen. Museen und Institutionen ergänzen das Programm der privaten Galerien: Akzente setzen etwa die Ausstellungen im Kulturzentrum La Misericòrdia, die Werke von Studierenden der Hochschule ADEMA im Nivia Born Hotel und der Fundación Barceló sowie Peter Halley im Casal Solleric.
Insgesamt gibt es Werke von mehr als 100 Künstlern und mehr als 40 Ausstellungen zu entdecken. Wer trotz der Bonus-Stunde nicht alles schafft, was er sich vorgenommen hat, kann einen zweiten Besuch auch auf später verschieben – oder sich für eine kostenlose Führung anmelden, die teilweise auch wieder auf Englisch angeboten werden (eventbrite.es).
Hier finden Sie einen Überblick über das diesjährige Programm des Art Palma Brunch.
Galeria Maior in Pollença
Die Galeria Maior eröffnet ihre Schau erst am Sonntag, von 1 1.30 bis 13.30 Uhr. So steht der Ausflug nach Pollença nicht in Konkurrenz zum Brunch in Palma. Und er lohnt sich, denn der spanische Künstler Juan Olivares präsentiert unter dem Titel „Shanghai Garden“ der Jahreszeit würdige, blumige Bilder, die teils direkt von den Emotionen und der Energie der chinesischen Stadt inspiriert sind. (Plaça Major, Pollença)
Baró Galería
Auch die Baró Galería setzt auf Blumen: „8 Billion Flowers“ ist die erste Schau des brasilianischen Künstlers Tiago Tebet auf Mallorca. Er kombiniert Malerei und Textil, um die Flüchtigkeit der Natur in etwas von Dauer zu verwandeln. Mit „¿Dónde florece lo salvaje?“ gibt es zudem narrative und traumhafte Welten seines Landsmanns Antonio Kuschnir zu sehen. (Carrer de Carrer de Can Sanç, 13)

Blumiges Werk von Tiago Tebet. / Baró Galería
Galería Kewenig
Die deutsche Künstlerin Pola Sieverding erforscht mit den Werken aus der Reihe „Hermaphrodite“ (2020–2022) die fließenden Grenzen von Geschlechtern – anhand der sinnlichen Bilder von Austern, die selbst Hermaphroditen sind. Zwischen Erotik und Abstraktion laden die bei Kewenig ausgestellten Bilder die Besucher dazu ein, über die Wechselwirkung zwischen „männlich“ und „weiblich“, „bekannt“ und „unbekannt“ zu reflektieren und Geschlechter als etwas Fluides zu begreifen. (Carrer de Sant Feliu, s/n)
Pep Llabrés Art Contemporani
Auch Pep Llabrés Art Contemporani setzt dieses Jahr auf eine Einzelausstellung zum Brunch. Das Werk des spanischen Künstlers David Magán kreist um Ideen von Transformation und Wandel, für gewöhnlich durch Farbe und Licht. Mit der Schau „Mirage in the Mirror“ geht er einen Schritt weiter und bezieht auch Spiegel mit ein, die ein verändertes Bild der Realität schaffen. Die zwei Werke aus der in Anspielung auf „Alice im Wunderland“ getauften Reihe „Alice Series“ sind erstmals zu sehen. (C./ de Sant Jaume, 17 )

Detail einer Arbeit von David Magán. / Pep Llabrés Art Contemporani
Galería Fermay
Mit „Trazos y Espacios“ gibt es bei Fermay eine Gruppenschau mit Werken von vier Künstlern zu sehen: Juan Anton, Weecolors, Ander Sagastiberri und Julio Varela. Sie haben weniger bei der Wahl ihrer Themen gemein als bei formalen Aspekten: So sind etwa Fragmentierung und Wiederholung Prinzipien, die die Künstler häufig anwenden. Außerdem sind sie ausgesprochen experimentierfreudig, was dazu führt, dass die vier uns ein neues Verständnis von Malerei, Zeichnung und Installation näherbringen. (Carrer Pare Bartomeu Pou, 42)
Florit / Florit
„Bread and Salt“ lautet der Titel der Solo-Schau von Xenia Lesniewski bei Florit / Florit (ehemals L21). Die in Frankfurt geborene Künstlerin geht den Bedeutungsebenen und den soziokulturellen Kontexten von Objekten und Routinen, die unser Alltagsleben prägen, auf den Grund und lotet das politische, poetische und kreative Potenzial dieser Sphären aus. So wird etwa eine überlaufende Tasse auf einer Kaffeemaschine zur „Indoor Fountain“. (Carrer de la Reina Maria Cristina, 10)

„Untitled (Magnifica)“, 2023, von Xenia Lesniewski. / Simon Veres
Galería Xavier Fiol
Xavier Fiol eröffnet die Duo-Ausstellung „The Painted Word“. Sowohl der britische Maler Tim Ayres als auch der spanische Künstler Avelino Sala arbeitet mit Elementen, die sich direkt auf Bücher, Romane oder Texte beziehen – mal mit dem Fokus auf Worten, die fast zu Gedichten auf der Leinwand werden, mal mit dem Buch als Protagonist für Gemälde und Skulpturen. Ein zentrales Thema bleiben dabei die Botschaften. (C./ de Sant Jaume, 23A)
Aba Art
In Ateliers entsteht eine stille, poetische, tiefgründige Konversation zwischen Künstlern und Objekten. Der renommierte Fotograf Jean-Marie del Moral betrachtet Ateliers daher als Selbstporträts der Künstler und fotografiert sie seit 40 Jahren. 30 Bilder dieser besonderen Welten gibt es bei Aba Art in der Ausstellung "Los silencios del estudio. Artistas en Mallorca" zu entdecken. (Plaça de la Porta Santa Catalina, 21B)

„Steve Afif (1943-2023). Estudio, 2023“ (Detail) / Jean-Marie del Moral
Galería Pelaires
Ein Ausstellungs-Trio erwartet uns bei Pelaires. Im Erdgeschoss ist „Echoes of Form“ mit Werken des Schweizer Künstlers Albrecht Schnider zu sehen: Sich überlagernde Bildebenen, Formen, Farben und farbfreie Flächen fordern die Wahrnehmung der Betrachter heraus. „Espai per a l’absència“ im Cabinet versammelt Collagen der spanischen Künstlerin Mònica Subidé. Im Hof sind vier Skulpturen von Leunora Salihu (Kosovo) platziert. (Carrer de Can Verí, 3)
6A Galeria d'art i taller
Als neues festes Mitglied im Galeristenverband hat sich die traditionsreiche Werkstatt-Galerie 6A ins Zeug gelegt und präsentiert die Schau „Steps“, in Zusammenarbeit mit der Barrera Baldán Galería in Sevilla. Sie vereint erstmals Gemälde der sechs spanischen Künstler Pablo Castañeda, Sofía González, Víctor González, Maria José Gallardo, José Carlos Naranjo und Javier Parrilla. (Carrer de la Puresa, 8/3A)

„El amigo de los niños“ von Maria José Gallardo. / 6a Galeria d'art i taller
La Bibi + Reus
Es ist die erste Blüte der Fusion von La Bibi mit Fran Reus: In Establiments starten zum Brunch zwei Solo-Ausstellungen: „Pærdís“ des spanisch-chinesischen Künstlers An Wei und „Green Lemons“ des Österreichers Paul Riedmüller. Beide geben den Besuchern Impulse für neue Erfahrungen von Raum und Malerei und zum Nachdenken über die Natur, das Paradies sowie zeitgenössische Darstellungen unserer Welt. (Carrer del Molí del Comte, 47A)
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