Seit Jahren beschädigt: Chillidas Skulptur in Palma verfällt sichtbar
Trotz früherer Restaurierung bröckelt das Kunstwerk „Lugar de encuentro V“

Die Skulptur von Chillida ist auf der Rambla, in der Nähe von der Plaça Major. / R. Sanz
Die Skulptur „Lugar de encuentro V“ des spanischen Bildhauers Eduardo Chillida verfällt zusehends – an dem Kunstwerk auf der Rambla in Palma sind mittlerweile deutliche Schäden sichtbar. Die Werke des baskischen Bildhauers sind weltweit präsent – auch in Deutschland. Seine Stahl-Skulptur vor dem Bundeskanzleramt in Berlin gilt als Symbol der Wiedervereinigung und zählt wohl zu den meistgezeigten Kunstwerken im deutschen Fernsehen.

Die Chillida-Skulptur vor dem Bundeskanzleramt in Berlin / dpa / Fabian Sommer
Betonbrocken am Boden
Die tonnenschwere Betonskulptur in Palma steht seit 1999 an der Treppe zur Plaça Major. Bereits damals war sie nach einem Umzug von der Straße Nuredduna saniert worden. Doch 2018 zeigten sich erneut Risse und Abplatzungen und die Stadt Palma verpflichtete sich zu einer Restaurierung, wie auch zu einem Umzug – möglicherweise in das Museum Es Baluard. Seit dem Regierungswechsel im Rathaus 2023 blieb jedoch jede neue Initiative aus. Inzwischen liegen auf dem Boden gut sichtbare Betonbrocken und an mehreren Stellen tritt die innere Metallstruktur zum Vorschein.

Die Metalstruktur ist bereits sichtbar. / R. Sanz
Über die Skulptur
"Lugar de encuentro V" („Ort der Begegnung V“) entstand zwischen 1973 und 1975 und ist eine von sieben Skulpturen mit diesem Namen, die Chillida in verschiedenen Städten Spaniens installierte. Einige dieser Werke wurden bereits restauriert – nicht so die Version in Palma.

Hätte durch eine Restaurierung vermieden werden können: Auf dem Boden sammeln sich Betonstücke. / R. Sanz
Die erste Restaurierung der 19 Tonnen schweren Skulptur hatte 1999 der Bauingenieur Antonio González Serra geleitet. Die Initiative dazu war vom Ingenieur José Antonio Fernández Ordóñez ausgegangen, einem engen Mitarbeiter Chillidas. Bereits damals wurde festgestellt, dass der poröse Beton durch sogenannte Carbonatisierung geschädigt ist – ein chemischer Prozess, der die im Inneren verbaute Eisenarmierung korrodieren lässt. /slr
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