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Ein bunter Strauß Kunst: Was es beim Art Palma Brunch alles zu entdecken gibt

Zeit für den Galerienbummel im Frühling: Am Samstag (21.3.) von 11 bis 15 Uhr lohnt sich wieder ein Streifzug durch Palma zu den kollektiv neu startenden Ausstellungen

Detail eines Werks von Tomás Pizá, zu sehen in der Galería Pelaires.

Detail eines Werks von Tomás Pizá, zu sehen in der Galería Pelaires. / Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers / Galería Pelaires.

Brigitte Rohm

Brigitte Rohm

Das in diesem Jahr erste Event des Galeristenverbands Art Palma Contemporani ist die perfekte Einstimmung auf die im April folgende Art Cologne Palma Mallorca. Bei der nunmehr 21. Edition des Art Palma Brunch tischen die Galerien wie immer ein Buffet an sehenswerter Kunst auf – mit einigen besonderen Highlights und Neuheiten, die wir in einem eigenen Artikel besprechen: den Projekten in Kooperation mit italienischen Galerien bei La Bibi + Reus City, Aba Art Lab, Xavier Fiol, in der Galeria Maior und im CCA Andratx, sowie den Ausstellungen im Casal Solleric, in der Galería Fermay und in der A66 Gallery in Santanyí.

Hier finden Sie einen Überlick zum übrigen, natürlich nicht minder sehenswerten Programm. Wer das Angebot in fachkundiger Gesellschaft entdecken will, kann sich auch in diesem Jahr wieder für einen der kostenlosen „Gallery Walks“ anmelden, die in den kommenden Wochen stattfinden (artpalmacontemporani.com).

Galería Kewenig

„Un monde apart“ ist die erste Ausstellung der belgischen Künstlerin Sabrina Dufrasne in der Galería Kewenig. Zu diesem Anlass schuf sie eine Reihe von Gemälden für das Oratori de Sant Feliu, in denen sie die Beziehung zwischen Mensch, Flora und Fauna untersucht. Der Titel verweist auf die Existenz einer Parallelwelt: die Welt der Tiere und der Natur, die von anderen Rhythmen bestimmt wird und sich zunehmend von der koexistierenden, menschlichen Welt entfernt.

Sabrina Dufrasne, „Experience sur  soleil“, 2026, Pigment und Öl auf Leinwand.

Sabrina Dufrasne, „Experience sur soleil“, 2026, Pigment und Öl auf Leinwand. / Galería Kewenig

Galería Pelaires

Die Galería Pelaires präsentiert mit „Recent Paintings“ erstmals Werke des experimentellen deutschen Künstlers Markus Oehlen, eines Hauptvertreters der „Neuen Wilden“. Er verbindet gestische Malerei, geometrische Strukturen und einen starken musikalischen Einfluss. Im ersten Stock gibt es mit „Es pic, sa falda i es peu“ von Regina Giménez geometrisch abstrakte Kunst auf Grundlage alter wissenschaftlicher Illustrationen zu sehen. Das Kabinett ist indes für „Lo que deja el agua“ des Mallorquiners Tomás Pizá reserviert.

Markus Oehlen, „Self Portrait with Birds“, 2026.

Markus Oehlen, „Self Portrait with Birds“, 2026. / Roberto Ruiz

Balazsi Gallery

Die Balazsi Gallery (ehem. Tube Gallery) in Pere Garau hat die Kollektivschau „Melting Ice“ schon am 13. März eröffnet. Bei dem von Esmeralda Gómez kuratierten Projekt geht es nicht direkt um Eis oder das Schmelzen, sondern um den Zustand des Vergehens. Es vereint Praktiken, die Vergänglichkeit, Zerbrechlichkeit und Wandel als Gegenstand der Arbeit und der ästhetischen Reflexion begreifen. Das Eis wird hier zu einer Metapher für das Material im Wandel.

Thom Trojanowski, „That cloud break and sun shaft“.

Thom Trojanowski, „That cloud break and sun shaft“. / Balazsi Gallery

La Bibi + Reus Country

Während La Bibi + Reus City auf zwei Ausstellungen setzt, fokussiert sich La Bibi + Reus Country in Establiments auf einen einzigen Künstler: Rafel Bestard. In der Schau „Still Painting“ versteht der Künstler die Malerei als eine Praxis, die auf Zeit, Achtsamkeit und der direkten Beziehung zum Material basiert – ein gemächlicher Prozess als Gegenentwurf zum oft rasanten Tempo der Produktion und des Konsums von Bildern. Achtung: Da sich die Galerie etwas außerhalb des Zentrums befindet, hat sie die Eröffnung bereits am Freitagabend (20.3.) von 18 bis 22 Uhr angesetzt.

Rafel Bestard, „Hombre con camisa“.

Rafel Bestard, „Hombre con camisa“. / La Bibi + Reus Country

Pep Llabrés Art Contemporani

Ebenfalls nur einen Künstler präsentiert uns Pep Llabrés: Der aus Cádiz stammende Alejandro Botubol knüpft an die Tradition der europäischen Malerei an und macht die Malerei zu einer Substanz mit Eigenleben, in der die Schönheit des Pigments glänzt. Der Kunsthistoriker Alfonso de la Torre schreibt zur Schau „Instantes“: „Botubol hat etwas von einem kosmischen Maler, der fähig ist, Geheimnis und Klarheit zu versöhnen.“ Somit erfülle der Künstler mit seinen „Momentaufnahmen“ quasi eine „Pflicht zur Klarheit der Malerei inmitten einer offensichtlichen Flüchtigkeit des Lebens“.

Alejandro Botubol, „La manga de Felipe cuarto“.

Alejandro Botubol, „La manga de Felipe cuarto“. / Pep Llabrés Art Contemporani

Baró Galería

Ein Raum bei Baró ist bestückt mit der Gruppenausstellung „Tirar del hilo“, die Werke von Eugenio Espinoza, Mano Penalva, Néstor García, Elisa Pardo Puch, und Amparo de la Sota zusammenbringt. Der rote Faden: Textil als Metapher und als Geste. Der zweite Raum beherbergt „Tales from the Garden“ des iranisch-deutschen Künstlerduos Mamali Shafahi und Domenico Gutknecht, das mit Malerei, Skulptur und immersiver Installation arbeitet. Ihr Garten ist ein Raum der Transformation, bewohnt von hybriden Figuren und Objekten.

Mamali Shafahi und  Domenico Gutknecht, „Echo“.

Mamali Shafahi und Domenico Gutknecht, „Echo“. / Baró Galería

6a Taller i Galeria d'Art

Der spanische Künstler Eduardo Millán stellt seine Werke auf Initiative der Werkstatt-Galerie 6a zum ersten Mal auf Mallorca aus. Er präsentiert eine Serie von Ölgemälden auf Leinwand, in denen sich die Realität verzerrt auf glänzenden Oberflächen spiegelt. So entsteht ein Werk, das zeitweise das Auge täuscht und es abstrakten Wirklichkeiten aussetzt. Der technisch virtuose Millán suchte bei 6a die Herausforderung und arbeitete auch mit Lithografiesteinen und Holzschnitt.

Eduardo Millán, „Mirar el  cristal de la ventana“.

Eduardo Millán, „Mirar el cristal de la ventana“. / 6a Galeria

Florit / Florit

Bei Florit/Florit gibt es diesmal keine neue Vernissage. Die Galerie setzt auf die bereits gestartete Ausstellung „Phases, Places and Faces“ der polnischen Künstlerin Gizela Mickiewicz. Ihr Schaffen dreht sich um die Vorstellung von Heimat als etwas Wandelbares und Zerbrechliches. So bilden die Werke ein Gefüge aus Fragmenten, die aus der Erinnerung, aus physischen Orten und aus Beziehungen schöpfen.

Werk von Gizela Mickiewicz.

Werk von Gizela Mickiewicz. / Florit / Florit

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