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Diese vier Kunst-Highlights sollten Sie beim Art Palma Brunch nicht verpassen

Am Samstag (21.3.) gibt es zum Art Palma Brunch wieder reichlich neue Ausstellungen. Mit dabei: Internationale Allianzen, politische Fotografie, ein etabliertes Künstler-Duo und ein neuer "Außenposten" in Santanyí

Bei La Bibi + Reus City gibt es auch die Solo-Schau "Un ambiente soleado" von Ricardo Cases zu sehen.

Bei La Bibi + Reus City gibt es auch die Solo-Schau "Un ambiente soleado" von Ricardo Cases zu sehen. / La Bibi + Reus City

Brigitte Rohm

Brigitte Rohm

Aus dem Programm des Art Palma Brunch 2026 – ein Überblick zum übrigen Angebot finden Sie in einem gesonderten Artikel – haben wir diese vier Highlights herausgepickt.

Fünf Projekte mit italienischen Galerien

Eine internationale Allianz mit dem italienischen Galeristenverbands TAG (Torino Art Galleries) bereichert die diesjährige Ausgabe des Frühlingsevents. Zunächst war Kunst von der Insel auf der Messe Artissima 2025 in Turin präsent. Nun sind im Gegenzug von den Turiner Galerien vertretene Künstler beim Art Palma Brunch dabei.

„To Pina&Wim (frame1)“, ein Detail aus der Schau „Bidonville“ von Paola Risoli.

„To Pina&Wim (frame1)“, ein Detail aus der Schau „Bidonville“ von Paola Risoli. / Galeria Maior

Fünf Projekte gibt es zu entdecken: Aba Art Lab zeigt zusammen mit der Galleria Weber & Weber „Notturni“ von Ugo Ricciardi – und abseits davon die Schau „Miralls“ von Jaime Sicilia. La Bibi + Reus City macht für eine Gruppenausstellung mit den Galerien Mazzoleni und Febo & Dafne gemeinsame Sache, dazu zeigt sie Werke von Ricardo Cases. Bei Xavier Fiol hält die Crag Gallery mit dem Projekt „Beyond the Portrait“ von Alessandro Cardinale und Giacomo Modolo Einzug.

In Pollença kooperiert die Galeria Maior für die Schau „Bidonville“ von Paola Risoli mit der Galleria Gagliardi i Domke (Vernissage in diesem Fall am 22. März, 11–13 Uhr). Und das CCA Andratx präsentiert mit der Galerie Metroquadro die Ausstellung „Sunny Side Up“ von Gianluca Capozzi sowie Werke von David Row (Vernissage: 21. März, 17–20 Uhr).

Fotografie von Donna Ferrato im Casal Solleric

Das für Ende April geplante Mallorca PhotoFest wirft seinen Schatten voraus: Die zum Brunch startende Ausstellung „Holy“ von Donna Ferrato im Casal Solleric gehört zum Programm beider Veranstaltungen. Die 1949 geborene, US-amerikanische Fotografin, Fotojournalistin und Aktivistin gegen Missbrauch und Gewalt an Frauen setzt ihre Kamera seit jeher als Waffe gegen Schweigen und Straflosigkeit ein. Das „Time Magazine“ zählte eines ihrer Bilder 2016 zu den 100 einflussreichsten Fotos aller Zeiten.

Selbstporträt von Donna Ferrato (Lorain, Ohio, 1976).

Selbstporträt von Donna Ferrato (Lorain, Ohio, 1976). / Donna Ferrato

„Seit mehr als 50 Jahren bringt ihr Werk ans Licht, was das System zu verbergen versucht: häusliche Gewalt, die Kontrolle über den Körper von Frauen und die strukturelle Angst vor ihrer Autonomie“, so der Text zur Schau. Beim Projekt „Holy“, das Jahrzehnte von Ferratos Arbeit bündelt und in einen Dialog mit der Gegenwart setzt, lautet die Botschaft: Der Körper einer Frau ist heilig – nicht wegen seiner Reinheit oder Unterwerfung, sondern weil er frei ist. Die Bilder sind unbequeme Akte des Protests von einer der großen Stimmen zeitgenössischer Dokumentarfotografie.

Fantastisches Duo glänzt in der Galería Fermay

Carla Arocha und Stéphane Schraenen sind eine feste Größe im Programm der Galería Fermay: Galerist Toni Ferrer schwört seit Jahren auf das innovative Künstler-Duo mit Sitz in Antwerpen. Ihre Arbeit materialisiert sich häufig in ortsspezifischen Installationen, die Räume verändern und andere mögliche Wirklichkeiten erforschen. Der Ausstellungstitel „Spinning Rumours Ópalo“ bezieht sich darauf, Desinformation mit der Absicht zu verbreiten, die öffentliche Meinung zu beeinflussen.

Spielen mit unserer Wahrnehmung: Carla Arocha und Stéphane Schraenen.

Spielen mit unserer Wahrnehmung: Carla Arocha und Stéphane Schraenen. / Galería Fermay

Das Studienobjekt, dessen Motiv sich durch die Schau zieht, ist die Ambivalenz des Opals – ein als Schmuckstein begehrtes Mineral, das aber auch mit negativen Konnotationen von Unglück, Pech oder Tod belegt ist. Im Mittelpunkt steht die Erfahrung der Betrachter, der sich zwischen faszinierenden Werken wie„Ópalo“, einer Serie transluzider hängender Bildschirme, und dem kontrastierenden „Ghost-Fuzz“ aus Hunderten pelzigen Nerzpompoms bewegen. Am 20.3. um 19.30 Uhr kann man die beiden Künstler beim Artist Talk im Es Baluard kennenlernen. Dabei wird auch das von der Kunsthistorikerin Barbara Vanderlinden geschriebene und von Irma Boom designte Buch "Carla Arocha and Stéphane Schraenen: Monograph as Project" präsentiert.

A66 Gallery lockt hinaus nach Santanyí

Die Events des Galeristenverbands waren nie ausschließlich auf Palma beschränkt. Zur Galeria Maior in Pollença und dem CCA Andratx kommt nun ein weiterer „Außenposten“ hinzu: Erstmals Teil des Programms ist die A66 Gallery im Zentrum Santanyís. Es ist ein Beweis dafür, dass die deutsche Kunstberaterin Anja Maria Wolf, die 2024 ihre eigene Galerie eröffnete, auf Erfolgskurs ist. Auch beim Art Palma Summer und der Nit de l’Art wird A66 dabei sein, zudem wurde sie zur Insel-Ausgabe der Art Cologne eingeladen.

Ein Werk von Xarli Zurell in der A66 Gallery.

Ein Werk von Xarli Zurell in der A66 Gallery. / A66 Gallery.

Wolfs Konzept: Sie setzt auf junge internationale und lokale Künstler, deren Werke qualitativ hochwertig, aber immer noch zu erschwinglichen Preisen zu haben sind – so spricht sie insbesondere frischgebackene Sammler an. Zum Brunch serviert sie Kunstinteressierten, die einen Ausflug in den Südosten machen wollen, die Solo-Schau „Following Light“ von Xarli Zurell. Ausgangspunkt für den französischen Künstler sind Spaziergänge und Wanderungen. Dabei saugt er Kontraste und Stimmungen der Landschaft auf und überträgte diese verdichtet in Malerei.

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