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Mallorca trauert um Fabrizio Plessi: Seine letzte Ausstellung kommt im September

Der italienische Künstler Fabrizio Plessi ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Mallorca war für den Pionier der Video-installation ein Ort der Inspiration – Licht und Atmosphäre erinnerten ihn an sein Heimatland

Atmosphärisch und voller Poesie: die Installation „Plessi Llaüt Light“ von 2011 in der Llotja.  | FOTO: GUILLEM BOSCH

Atmosphärisch und voller Poesie: die Installation „Plessi Llaüt Light“ von 2011 in der Llotja. | FOTO: GUILLEM BOSCH

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Redaktion MZ

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Eine Installation aus 14 traditionellen mallorquinischen Fischerbooten, kieloben in der Llotja liegend, umgeben von blauem Licht und Meeresmusik: Das poetische Projekt „Plessi Llaüt Light“ von 2011 ist bis heute unvergessen. Ihr Schöpfer: der 1940 in Reggio Emilia geborene Künstler Fabrizio Plessi. „Das Boot steht für die Reise ins Unbekannte, für die Fahrt auf unmarkierten Wegen“, sagte er damals der MZ. Nun hat der international renommierte Pionier der Videoinstallationen seine letzte Reise angetreten und ist im Alter von 86 Jahren in Venedig verstorben.

Drei Jahrzehnte lang war er eng mit Mallorca verbunden und hatte einen Wohnsitz in Es Llombards (Santanyí). Die Insel diente ihm als Ort der Inspiration: 1989 schlug man ihm vor, eine Schau im Casal Solleric zu zeigen. Nach seiner Teilnahme an der Documenta in Kassel befand er sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Es folgten unter anderem Projekte in der Miró-Stiftung, im Aljub des Es Baluard und in der Fundació Sa Nostra. Nun ist vom 15. September bis 25. Oktober im Museu de Mallorca die letzte Ausstellung zu sehen, die Plessi vor seinem Tod vorbereitet hatte: „Digital Splash“.

Mallorca als "Spiegel von Venedig"

Für den Italiener, der auch in Köln lebte, war Mallorca „ein Spiegel Venedigs, seine Ergänzung in Bezug auf Licht und Atmosphäre, Horizonte und Intensitäten“. Sein Werk zeichnete sich durch ein ausgeprägtes Bewusstsein für Natur und Nachhaltigkeit und die Verbindung von Elementen der Arte Povera mit Technologie aus.

Fabrizio Plessi.

Fabrizio Plessi. / DM

Das Thema Wasser ist in seinem Werk ständig präsent. So war das Mittelmeer für Plessi, in den Worten von Nekane Aramburu, ehemaliger Direktorin des Es Baluard, eine „verbindende Quelle zwischen den verschiedenen Zivilisationen, ihrer Kultur und ihrer Geschichte, wobei ihm die Vergangenheit als Ressource diente, um über die Gegenwart zu diskutieren“. Der multidisziplinär arbeitende Künstler sei „ein unermüdlicher Reisender der Kunst und des Lebens“ gewesen. /bro

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