25. August 2011
25.08.2011
40 Años

Mit dem Surfbike zum Ballermann

Tretboot ist out. An der Playa de Palma sorgt diese Saison ein neues Wassersportgerät für Aufregung

25.08.2011 | 03:00
"Der Spaß steht natürlich an erster Stelle", sagt der Surfbike-Verleiher Joachim Weber.

Der kleine Junge am Strand von Can Pastilla kann es nicht fassen. „Guck mal Papi, da fährt einer Fahrrad auf dem Meer!" Und auch viele andere Urlauber an der Playa blicken immer wieder staunend zu Joachim Weber, der vor ihnen auf einem sehr sonderbaren Gefährt durchs Wasser zuckelt.

Surfbike nennt sich die abenteuerliche Mischung aus Wellenreitbrett und Drahtesel, die der Deutsche seit wenigen Wochen auf Mallorca zum Verleih anbietet. An Land ist Strampeln seit längerem sein Geschäft. Einen Steinwurf vom Strand entfernt eröffnete Weber im März dieses Jahres einen Fahrradverleih. „Im Internet stieß ich irgendwann zufällig auf die Anzeige eines Kanadiers, der Surfbikes verkaufte. Ich fand die Dinger so klasse, dass ich gleich mehrere kaufte. Sie sind im Sommer eine interessante Alternative zu normalen Straßenrädern", meint Weber.

Dabei kann bei ihm im „eBike-Point" nicht von herkömmlichen Straßenrädern die Rede sein. So besteht seine Leihflotte neben Segways und Elektro-Fahrrädern aus „Stepperbikes", „Dreamslidern", „Tante Paula e-Scootern" oder „Beachcruisern". Alle fallen durch poppiges Design und zum Teil sehr unkonventionelle Antriebssysteme auf – das Stepperbike beispielsweise erinnert an das gleichnamige Trainingsgerät im Fitnesscenter (nur dass es beim Steppen auch rollt).

Das Surfbike passt da also sehr gut ins Programm. Auf den ersten Blick wirkt das neue Wassersportgerät wie ein Surfbrett, auf dem in der Mitte ein Sattelpodest mit Pedalen sowie weiter vorne eine Lenksäule montiert worden ist. Auf der Unterseite befinden sich die kleine Antriebsschraube sowie eine Ruderflosse, die über die Lenkstange bewegt wird. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Aufsitzen, das etwa 80 Zentimeter breite Kunststoffbrett neigt bei zu forschem Vorgehen zum Kippen.

Am Anfang empfiehlt es sich, das Aufsitzen im flachen Wasser zu probieren. Doch Vorsicht! Bei weniger als 50 Zentimeter Grundtiefe bleibt der Propeller im Sand stecken. Sowohl Sattel als auch Lenksäule sind in der Höhe verstellbar. Einmal aufgesessen, lässt sich das Surfbike kinderleicht handhaben – vorausgesetzt das Meer verhält sich ruhig. Bei stärkerem Wellengang oder Wind wird das Treten auf dem Brett schnell zur schaukeligen Berg- und Talfahrt. Unbeaufsichtigt sollten Eltern ihre Kinder daher nicht mit dem Surfbike aufs Wasser schicken.

„Der Spaß steht natürlich an erster Stelle", sagt Weber. Doch genau wie seine avantgardistischen Drahtesel im Shop gegenüber sei auch das Surfbike ein ideales Trainingsgerät, um überschüssige Pfunde loszuwerden. „Wer ordentlich in die Pedale tritt, schafft auf dem Wasser eine Geschwindigkeit von bis zu elf Stundenkilometern. Das Surfbike ist also auch ein sehr guter Kalorienfresser", so Weber, dem man ansieht, dass er sich des Öfteren mal auf den Sattel schwingt, um seinen Körper auf dem Wasser zu stählen. Für Aufsehen und Werbung sorgt er damit am Strand allemal. „So etwas habe ich noch gesehen, Papi", sagt der kleine Junge. „Das will ich auch einmal probieren!"

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