02. April 2018
02.04.2018
40 Años

Ostern hat auf Mallorca ein Nachspiel

Was es mit den Traditionen der Pilgerwanderungen und dem Diumenge de l'Àngel auf sich hat

11.04.2018 | 21:19
Ganz anders als die Prozessionen der vergangenen Tage: der Engels-Umzug unterhalb des Castell de Bellver.

In Deutschland werden Schuh und Stiefel angezogen, um Ostereier zu suchen, auf Mallorca verlängert man das Osterfest, indem man sich in der Folgewoche auf den Weg macht. Nicht zum Eiersuchen, sondern zu den „Pancaritats" genannten Wallfahrten, die bis zum Sonntag, den 8. April, dem sogenannten Engelssonntag, stattfinden.

Schön ist es zum Beispiel in Algaida bei der Festa de la Pau de Castellitx am Dienstag nach Ostern: Ab 9 Uhr morgens versammeln sich die Pilgerfreunde auf dem Dorfplatz, gegen 10 Uhr geht es mit Feuerwerk und Sackpfeifenspiel los bis zur knapp fünf Kilometer entfernten kleinen Kirche Pau de Castellitx. Vor und nach der 12-Uhr-Messe finden Aktivitäten für Kinder und traditioneller „Ball de Bot"-Tanz statt, erst am Nachmittag kehren die Pilger nach Algaida zurück.

Auch in Alcúdia, Vilafranca de Bonany, Petra und Ariany wird am Dienstag gewandert, in Muro schon am Ostermontag und in Porreres, Lloret de Vistalegre und Santa Eugènia am Engelssonntag. Typisch sind dabei riesige Paella-Pfannen, an denen sich die Pilger und alle anderen im Anschluss stärken können.

So ein Engel macht richtig Freude

In Palma werden die letzten Oster-Empanadas traditionell am Diumenge de l'Àngel vom Castell de Bellver aus mit Blick über Stadt und Bucht verspeist. Am Sonntag nach Ostern strömen die Bewohner mit Kind und Kegel den Park hinauf und wissen nach all der Buße wieder munter zu feiern. Veranstalter sind die Nachbarschaftsvereine, unterstützt werden sie von der Stadtverwaltung.

Die Tradition reicht bis in das Jahr 1407 zurück, wurde aber erst 1982 in dieser Form wiederbelebt. Rund um das Castell, aber auch in den alten Gemäuern selbst wartet typisch mallorquinische Unterhaltung mit Hüpfburgen, Musik- und Theateraufführungen, Ausstellungen und Essensständen.

Für Stimmung und Unterhaltung sorgen „xeremiers", „gegants" und „capgrossos": Sackpfeifenspieler, Riesenfiguren und Schwellköpfe. Es gibt Vorführungen mit traditionellen Tänzen, Animation für die Kleinen und – als Höhepunkt – einen Umzug mit einer Engelsfigur.

An den Ständen werden hausgemachte „Empanadas" und „Robiols", die klassischen Osterteigtaschen, feilgeboten, aber man kann auch die eigenen mitbringen und wie die Einheimischen ein Picknick im Park veranstalten.

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