21. Oktober 2018
21.10.2018

Aufstieg auf den Penyal d'Honor: Bunyola neu erleben

Die Tour auf dem Camí des Grau mit Abstieg zum Höhlenhaus Sa Coma hat viel fürs Auge zu bieten

21.10.2018 | 01:00
Liebevoll restauriert: das Höhlenhaus Cases de sa Cova.

Die mittelschwere Wanderung beginnt in der Ortsmitte von Bunyola gegenüber der Pfarrkirche in dem Carrer Mare de Déu de la Neu. Dieser geht an seinem Ende in den Carrer de la Luna über, der als Treppensteig steil aufwärts verläuft. Am Ende des Steigs biegt man rechts in den Carrer d'Orient ab und folgt danach dem etwa 20 Meter entfernten Schild „Sa Comuna, Camí des Grau".

Der carrer führt dann nach etwa 100 Metern zu einer Wegteilung, bei der links in den Carrerró de la Comuna (Beschilderung) abzubiegen ist. Der Stufensteig verläuft dann in gemauerten Kehren steil nach oben zur Villa Teresa. Hinter dem Anwesen gelangt man auf eine gepflasterte und gestufte Piste. Diese geht bei einem Schild „Sa Comuna, Camí des Grau" in einen Flurweg über. Schließlich wird rund eine Viertelstunde nach Tourstart bei dem Schild „Camí des Grau, Cas Garriguer" links auf eine holprige Piste abgebogen.

Hier beginnt nun zwischen Trockensteinmauern der Camí des Grau. „Der Weg der Stufen" wurde noch im 20. Jahrhundert von den Kalkbrennern und Köhlern der Gutshöfe von Bunyola als Transportweg genutzt. Die steinige Route führt nun immer steiler durch einen Steineichen- und Kiefernwald. Man gelangt zu einem Kalkofen und nach einer Viertelstunde zu einem Köhlerplatz. Der Wanderer folgt dann später bei einer Wegteilung einem Pfostenpfeil und steigt in Kurven auf einer steilen, teils gepflasterten und ruppigen Piste weiter auf. Nach einem flachen Abschnitt weist ein Schild „Mirador" links auf einen Pfad hin, der nach etwa 20 Metern zu einer Abbruchkante führt. Die Gehzeit von dem Köhlerplatz hat rund 30 Minuten betragen.

Der mirador wird Màquina Vella (alte Maschine) genannt. Dieser Name ist auf eine Seilbahn zurückzuführen, die einst an dieser Stelle betrieben worden ist. Mit Hilfe von Eisenträgern, einem Stahlseil und Stahlrädern wurden noch vor einigen Jahrzehnten Baumstämme ins Tal transportiert. Heute ist von dieser Konstruktion nichts mehr zu sehen. Dafür bietet sich dem Wanderer von dem Aussichtspunkt ein famoser Blick auf das Teix-Massiv und die Serra d'Alfàbia.

Man begibt sich dann wieder zurück zu der Hauptpiste und folgt links den Schildern „Cas Garriguer" und „Camí des Grau". Der Stufenweg führt in einem leichten Auf und Ab zu einem weiteren Kalkofen, bei dem links (Schild „Cas Garriguer") abzubiegen ist. Ein breiter Forstweg verläuft nun relativ steil nach oben. Man passiert zwei weitere Kalköfen, folgt bei einer Kreuzung rechts dem Schild „Cas Garriguer", kommt an einem grünen Wasserbassin vorbei und erreicht rund 20 Minuten nach der „Màquina Vella" eine Wegteilung und breite Fahrbahn, bei der links abgebogen wird (Schild „Penyal d'Honor").

Auf einer breiten Piste wird dann sogleich ein Holztor passiert. Man bleibt immer auf dem Hauptweg (roter Klecks) und erreicht schließlich eine Kreuzung mit einer Stein­pyramide und biegt hier rechts ab. Die Gehzeit von dem Abzweig mit dem Schild „Penyal d'Honor" hat rund 15 Minuten betragen.

Weiter geht es auf einem breiten Weg, der nach rund zehn Minuten zu einer Kreuzung führt. Hier verweisen ein Schild und zwei Steinmännchen links auf den Aufstieg zum Penyal d' Honor. Rechts zeigt ein Schild und ein Steinmännchen den Weiterweg zum Cas Garriguer.

Die nicht allzu steile Aufstiegsroute verläuft auf einem steinigen Pfad. Nach rund zehn Minuten steht man unterhalb der Doppelgipfel des Penyal d'Honor. Auf dem rechten Gipfel, zu dem man auf Trittsteinen mühelos aufsteigen kann, befindet sich eine Krippendarstellung der Wandergruppe Els Falcons (Die Falken). Die Aussicht aus fast 810 Metern Höhe ist vorzüglich. Im Süden schweift der Blick über die Bucht von Palma bis hin zum Archipel Cabrera.

Man begibt sich dann wieder zu dem Abzweig unten und folgt dort dem Schild „Cas Garriguer". Ein steiniger Pfad führt bald sehr steil abwärts (Steinmännchen). Später wird die Piste flacher. Man bleibt immer auf dem Hauptweg, kommt an einem Köhlerplatz vorbei, gelangt dann zu einer Fahrbahn, biegt auf diese links ein und erreicht sogleich einen großen Picknickplatz und die Waldhütte Cas Garriguer (25 Minuten).

Weiter geht es am südlichen Ende des Picknickplatzes, bei dem sich auch ein Brunnen mit einem zylinderförmigen Aufbau befindet. Hier beginnt nun geradeaus auf einem Waldweg der Abstieg durch die Sa Coma Gran. Die „große Senke" verläuft mal steil, mal weniger steil durch einen Steineichen-und Kiefernwald. Man bleibt in der Folge immer auf der Hauptpiste, passiert ein offenes Tor, kommt an einer Wasserstelle und später zwischen zwei offenen Toren an zwei Waldhütten und einem kleinen Anwesen vorbei und gelangt dann in 45 Minuten nach dem Cas Garriguer zu den Cases de sa Cova. Das skurrile Höhlenhaus wurde vor zehn Jahren von einem Mallorquiner erworben, der es dann mit viel Arbeit und Mühe restauriert hat.

Von den Cases steigt man auf der steinigen Piste weiter ab und erreicht nach rund 15 Minuten das Anwesen Ca na Moragues. Hier geht der Erdweg in eine Asphaltpiste über. Auf dieser wird dann die Siedlung Es Cocons passiert und danach die Ma-2020 erreicht, auf die rechts abgebogen wird. Auf einem Fußgängerweg neben der Landstraße ist dann noch etwa ein Kilometer bis zur Pfarrkirche von Bunyola zu wandern, wobei die Gehzeit von Ca na Moragues rund 35 Minuten betragen hat.

Wegstrecke: 13 km (Rundtour)
Nettogehzeit: rund 4 Std.
Höhenunterschied: 600 m
Schwierigkeitsgrad: ***
 
Anfahrt von Palma: Auf der Ma-11 Richtung Sóller, dann auf der Ma-2010 nach Bunyola.
Tourencharakter: Mittelschwere Wanderung auf steilen, steinigen Pfaden und Wegen und flacheren Pisten. Auf dem Camí des Grau, bei der Màchina Vella und auf dem Gipfel des Penyal d' Honor ist Trittsicherheit notwendig.
Ausrüstung: Wanderstiefel, Wasser, Proviant.
Einkehr: Lokale in Bunyola

* Spaziergang ** leichte Tour *** mittelschwer **** anspruchsvoll ***** sehr schwierig

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