21. Oktober 2019
21.10.2019

Mallorca labt sich wieder an den Bunyols

Zum Tag der Heiligen Ursula (21.10.) gibt es an Straßenständen und in Bäckereien der Insel wieder reichlich frittierte Kartoffel-Donuts

21.10.2019 | 12:15
Catalina Gomila und Capilla Guzmán an ihrem Stand im Carrer Manacor.

Haben Sie schon einmal die für die Insel typischen "bunyols de vent" probiert? Nein? Dann los! Rund um den Montag (21.10.) können Residenten und Urlauber das mallorquinische Herbstgebäck hierzulande wieder kosten. Es besteht aus einer Masse aus (Süß-)Kartoffeln, Mehl, Eiern, Hefe, Öl und Zucker, die in einem großen Topf frittiert wird.

Schon am Vorabend des Tags der Heiligen Ursula kauften Schüler in Bäckereien das beliebte Herbstgebäck zusammen mit Nelken, um sie, so die Tradition, ihren Mitschülerinnen zu schenken.

Die Bunyols samt Nelken gibt's etwa am Stand der auf das Gebäck spezialisierten Bäckerinnen Capilla Guzmán und Catalina Gomila im Carrer Manacor 51 in Palma de Mallorca. "Ich habe früher Bunyols für die Gemeinde San Alonso in Pont d'Inca gebacken. Meinem Nachbarn gehört das Lokal in Palma de Mallorca, und da er alte Traditionen gerne aufrecht erhält, sind wir in die Balearen-Hauptstadt umgezogen", so Capilla Guzmán.

Am Stand mit der Riesenfritteuse war bereits am Sonntag (20.10.) einiges los. Auch am Montag (21.10.) erwarten die beiden Frauen dort vor allem Schüler. "Am Dienstag (22.10.) gehen wir außerdem in eine Schule, um den Schülern dort zu erklären, wie Bunyols gemacht werden", sagt Capilla Guzmán.

"Der Teig ist ziemlich einfach herzustellen", fügt Catalina Gomila hinzu. Das Schwierigste sei das Loch in der Mitte des Gebäcks. "Dafür gibt es keinen Trick, aber Erfahrung hilft", so Gomila.

Die Bäckerinnen des Standes an der Kreuzung zum Carrer Francesc Barceló i Combis backen täglich durchschnittlich 25 bis 30 Kilo Bunyols. Einige Kunden würden gleich ein ganzes Kilo kaufen. Geöffnet hat ihr Stand noch bis November.

Die Herkunft der Bunyols ist nicht ganz geklärt. Der Gastro­nomie-Historiker Antoni Tugores verweist etwa auf die Mauren, die bis zur Eroberung durch den Katalanen-König Jaume I. im Jahr 1229 auf der Insel herrschten, als Urheber für die mallorquinische Version des Gebäcks. In einer anderen Variante wird es auch in Katalonien und Valencia verzehrt. /sw

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