19. April 2020
19.04.2020
Mallorca Zeitung

Was zehn Mallorca-Residenten für die Zeit nach der Ausgangssperre planen

Noch heißt es "zu Hause bleiben". Aber man wird ja davon träumen dürfen, was als Erstes nach der Lockerung des Alarmzustandes ansteht

19.04.2020 | 01:00
Was zehn Mallorca-Residenten für die Zeit nach der Ausgangssperre planen

Will Kaufmann

Kulturfinca Son Bauló

„Ich freue mich am meisten darauf, auf der Kulturfinca wieder Leute zu empfangen und begonnene Gespräche fortzusetzen. Am zweiten Sonntag nach dem Wegfall der Ausgangssperre werden wir einen Tag mit Musik veranstalten, an dem Essen, Trinken und der Eintritt frei ist. Man muss sich nur anmelden (son-baulo@son-baulo.com, Anm. d. Redaktion). Ich freue mich auf ein baldiges Konzert mit Axel Zwingenberger und den Auftritt des Psychoanalytikers Uwe Genz."


Carlota Sauerwein
 
Schülerin

„Ich bin 14 Jahre alt und hier auf Mallorca geboren: Wenn die Quarantäne vorbei ist, möchte ich mich als Erstes wieder mit meinen Freundinnen treffen. Ich freue mich total darauf, mit ihnen in Palma im Freien zu sein, etwas essen zu gehen und auch ein bisschen in den Shops zu stöbern. Außerdem freue ich mich auch wieder auf meine Tanzstunde und ganz besonders, meinen Vater wiederzusehen – er ist gerade nicht auf Mallorca und das schon seit Januar."


Helmut Clemens
 
Gastronom (Es Rebost)


„Als Erstes werde ich eine Runde in den Bergen laufen gehen. Zurzeit  drehe ich einige Runden bei uns im Garten, um mich fit zu halten. Dann freue ich mich darauf, mit meiner Frau essen gehen zu können. Wir sind zurzeit mit den Kindern zu siebt zu Hause, die wollen sich natürlich auch gerne wieder mit ihren Freunden treffen. Ansonsten werde ich versuchen, unsere Restaurants wieder zum Laufen zu bringen. Da ist der entstandene Schaden kaum absehbar."
Jutta Christoph 
 
Journalistin


„Ich werde in die Markthalle von Santa Catalina gehen und bei Joan Frau frühstücken, der hat nämlich gerade geschlossen. Da würde ich mir wie immer die coca mit Aprikosen bestellen, einen frisch gepressten Orangensaft und café con leche. Ich kann es auch kaum abwarten, wieder das normale, unbeobachtete Leben von früher zu führen. Zurzeit gucken die Nachbarn immer, wenn man die Wohnung verlässt. Da kommt man sich so seltsam kontrolliert vor."


Isi Glück

Ballermann-Sängerin

„Seit Januar habe ich meine Familie nicht mehr gesehen, daher freue ich mich am meisten darauf, sie in Deutschland zu besuchen. Und natürlich freue ich mich auch auf die erste Party nach Corona. Egal ob mit 50 oder 100 Leuten, Hauptsache wieder gemeinsames Feiern. Das werde ich soooo genießen! Ich mache im Moment über Instagram Livestream-Partys, das macht mir Spaß, aber es ist eben nicht das Gleiche. Ich hoffe, dass wir alle bald unser Leben zurückhaben!"


Daniel Vulic
 
Inselradio-Chef


„Ich freue mich am allermeisten darauf, meine Familie wieder in die Arme zu nehmen – insbesondere meine Tochter, die mich Ende Juli zum Opa macht. Sie lebt in einer Wohnanlage in Son Gual, und wir dürfen uns zurzeit ja nicht nähern. Wir werden uns bei mir treffen, gemeinsam kochen und einen schönen Abend verbringen. Ansonsten vermisse ich im Augenblick nicht viel, da ich täglich zur Arbeit fahre, herrscht bei mir einigermaßen Routine."
Uta Werner
 
Managerin Son Moragues

„Der erste Impuls ist sicher, dass ich meine Eltern in Deutschland besuchen möchte – wobei es abzuwägen gilt, ob der Virus wirklich schon besiegt ist. Meine Eltern nicht sehen zu können, belastet mich am meisten. Die sind zwar gut drauf, aber ich mache mir schon Sorgen. Ansonsten geht es mir gut, die Arbeit auf der Finca Son Moragues  geht weiter, wir beliefern unsere Kunden mit Olivenöl, versorgen die Tiere und pflanzen gerade Zwiebeln und Kohl."


Kristoff Both
 
Golfplatzdirektor

„In erster Linie die sozialen Kontakte pflegen. Ich bin verheiratet und habe zwei kleine Kinder, die wollen ihre Großeltern und Tanten wiedersehen. Da werden wir sicher zusammen eine schöne Paella essen. Zweitens freue ich mich darauf, mit meinen Freunden wieder ein Bier trinken zu gehen. Und dann möchte ich eine Runde Golf spielen. Ich könnte in unserem Golfclub Alcanada sicher auch jetzt spielen, aber das machen wir aus Respekt vor der Ausgangssperre nicht."


Nicole Mohn
 
Besitzerin Café Mohn

„Sobald die Ausgangssperre fällt, werde ich mein Café an der Playa de Palma wieder aufmachen. Noch einmal klar Schiff machen und endlich wieder Gäste empfangen. Ich hatte gehofft, dass wir vielleicht mit weniger Tischen schon zu Ostern wieder aufmachen können, aber das hat sich ja zerschlagen. Am meisten vermisse ich während der Ausgangssperre das Meer. Zum Baden ist es zwar noch zu kalt, aber mit den Füßen werde ich bestimmt kurz reingehen."


Angela Fleckenstein
 
Deutschlehrerin


„Ich werde als Erstes mit meinem Mann joggen gehen. Darauf zu verzichten, fällt mir am schwersten. Aber wir behelfen uns, beginnen jeden Tag mit Yoga und haben uns auf der Terrasse ein kleines Fitnessstudio mit Gewichten, einem Springseil und elastischen Bändern gebaut. Auch freue ich mich darauf, wenn mein Unterricht an der Escuela Oficial de Idiomas wieder losgeht. Ich bin mit den Schülern zwar über Videoanrufe in Kontakt, aber das ist nicht ganz das Wahre."
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