29. Oktober 2009
29.10.2009

Trotz Schweinegrippe unbesorgt in die Heimat fliegen

30.07.2009 | 14:10
"Wir lassen uns den Urlaub nicht von der Schweinegrippe vermiesen", sagen diese Touristen. Am Ballermann wird weiter gefeiert.

In diesem Sommer fliegen Mallorca-Urlauber mit der Angst vor der Infektion mit dem Schweinegrippen-Virus im Flugzeug nach Hause. Denn auch wer bewusst Menschenansammlungen an dicht belagerten Stränden oder in Discotheken vermieden hat, um den engen Körperkontakt im Flieger kommt keiner herum. Doch tatsächlich ist auch dort das Grippenrisiko niedriger, als viele Menschen denken. „Die Ansteckungsgefahr im Flugzeug ist gar nicht so hoch. Das Gerücht über die Virenverbreitung über die Klimaanlage stimmt überhaupt nicht", sagt Michael Knappik, Reisemediziner beim Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin. Die Klimaanlagen in Flugzeugen sind sogar bedeutend sicherer als herkömmliche Anlagen. „Die Viren werden damit fast zu 100 Prozent herausgefiltert", sagt Knappik. Außerdem werde die Luft bis zu 30 mal pro Stunde ausgetauscht. Bevor die extrem kalte Luft von draußen in das Flugzeug gelange, werde sie außerdem stark erhitzt, so dass Viren kaum eine Überlebenschance hätten.

Auch wenn ein infizierter Passagier an Bord sei, stecke dieser keineswegs alle anderen an. Denn das Schweinegrippen-Virus sei bei Weitem weniger ansteckend als andere Infektionskrankheiten. „Ein Erkrankter infiziert 1,4 Personen, ähnlich wie bei der saisonalen Influenza. Bei Masern steckt dagegen einer 15 andere an", erläutert Knappik. Tatsächlich gefährdet sind im Flugzeug nur die Menschen, die in unmittelbarer Umgebung eines Infizierten sitzen. „Wenn der Nebenmann niest oder hustet, sollte man ihn bitten, sich ein Tuch vorzuhalten", sagt Knappik. Auch Desinfektionstücher seien sinnvoll, um sich damit regelmäßig die Hände säubern zu können, ohne auf die Toilette gehen zu müssen.

Doch auch das Personal der Fluggesellschaften achtet darauf, dass Ansteckungen möglichst vermieden werden. Nachweislich Infizierte dürfen überhaupt nicht mitfliegen. An Bord halten die Stewardessen besonders auf Passagiere mit eventuellen Grippe-Symptomen Ausschau. „Unser Personal ist genau über die entsprechenden Symptome und Präventionsmaßnahmen informiert", sagt Alexandra Müller, Sprecherin von Air Berlin. Erkrankten Fluggästen würden auch Schutzmasken angeboten, um eine Weitergabe der Erreger zu unterbinden.

„Wenn wir einen Verdacht haben, wird der Passagier nach Möglichkeit auch von anderen Gästen separiert", sagt Nina Kreke, Sprecherin von Condor. Dies ist auch bei anderen Fluggesellschaften wie Air Berlin der Fall.

In der Printausgabe lesen Sie außerdem
- Schweinegrippe II: Können wir von den Ameisen lernen?
- Kraulen unter Top-Bedingungen in Colònia de Sant Jordi
- Finanzspritze von der Zentralregierung
- Verbraucherzentrale gegen Airlines: Ärger um Service-Gebühren
- Ideen-Schmiede für die Tourismusbranche

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