26. Juli 2012
26.07.2012

Hilfsorganisation soll Villa von mutmaßlichem Mafiaboss nutzen

Gennadi Petrov hatte im vergangenen Mai Mallorca verlassen und war dann untergetaucht

01.08.2012 | 13:30

Die Luxus-Villa eines untergetauchten mutmaßlichen russischen Mafiabosses auf Mallorca soll künftig von einer Hilfsorganisation für behinderte Kinder benutzt werden. Die Antikorruptions-Staatsanwaltschaft von Palma hat nach Berichten der spanischen Lokalmedien bei Gericht beantragt, Mitglieder der Organisation Amadip dort unterzubringen.

Das Anwesen Petrovs mit Meerblick in der Siedlung Sol de Mallorca in der Gemeinde Calvià war von dem damaligen Richter Baltasar Garzón im Rahmen einer Aktion in ganz Spanien gegen die Russen-Mafia vor vier Jahren beschlagnahmt worden. Gegen Petrov soll wegen mutmaßlich krimineller Machenschaften im Immobilien- und Energiesektor ein Prozess geführt werden. Er blieb zunächst einige Zeit auf Mallorca im Gefängnis und hielt sich nach Zahlung einer Kaution von 600.000 Euro in seinem Anwesen auf. Im vergangenen Mai bekam er die Erlaubnis, Spanien zu verlassen, um dem Begräbnis seiner Schwiegermutter beizuwohnen, und ist seitdem nicht wieder nach Mallorca zurückgekehrt.

Eine schnelle Festnahme Petrovs in Russland wird von Experten bezweifelt, da der Mann dort über gute Kontakte in führende politische Kreise verfüge. Petrov war in den 90er Jahren nach Spanien gekommen und hatte zunächst in Marbella gewohnt.

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