13. Dezember 2012
13.12.2012

Inselrat lehnt Lockerung der Bauvorschriften ab

Die Institution wurde von der Landesregierung laut "Diario de Mallorca" aufgefordert, den Raumordnungsplan in wichtigen Punkten zu ändern - Regierung dementiert

20.12.2012 | 09:45

Der Inselrat auf Mallorca hat Bestrebungen der balearischen Landesregierung, die Bauvorschriften auf der Insel zu lockern, abgelehnt. Wie die Zeitung "Diario de Mallorca" berichtet, hatten Vertreter der Landesregierung den Inselrat bei einem Treffen im Juni aufgefordert, Änderungen im Raumordnungsplan der Insel (Plan Territorial) vorzunehmen.

So müsse es in Zukunft möglich sein, außerhalb geschlossener Ortschaften ein Gebäude zu errichten, wenn das Grundstück mindestens 7.000 Quadratmeter groß ist, heißt es in dem Dokument. Bislang liegt die Mindestgröße bei 14.000 Quadratmetern. Sollte der Inselrat die Vorgaben umsetzen, könnten theoretisch nach Berechnungen des "Diario de Mallorca" rund 50.000 neue Häuser im ländlichen Raum errichtet werden.

Die regierende Volkspartei wies den Bericht des „Diario de Mallorca" in einer Mitteilung vom Montag (17.12.) zurück. Weder im Namen der Partei, noch einer Institution oder einer ihr angehörenden Person sei eine Änderung des Raumordnungsplans gefordert worden, heißt es. An den bestehenden Regelungen werde nicht gerührt. Das beschriebene Treffen mit Vertretern beider Institutionen im Palau Reial, dem Gebäude des Inselrats in Palma, habe niemals stattgefunden.

Die MZ-Schwesterzeitung veröffentlichte jedoch inzwischen Auszüge des Dokuments, das das Treffen dokumentiert. Demnach betreffen weitere geplante Änderungen auch Erleichterungen zum Bau von Swimmingpools auf Landfincas, für die Umwidmung von bislang landwirtschaftlich genutzten Lagerhallen oder für die Errichtung von Trockendocks zur Lagerung von Yachten. Das Dokument regt zudem auch Änderungen bei den Bauvorgaben in den Ortschaften an. Hier müsse erlaubt werden, mehr als die bislang 40 Wohneinheiten pro Hektar zu erlauben.

Umfrage: Sollten die Bauvorgaben gelockert werden?

Für die Umsetzung der Pläne müsste in einem langwierigen Verfahren ein Großteil des Raumordnungsplans geändert werden. Das hätte auch zahlreiche Konflikte mit den Kommunen zur Folge. Der Raumordnungsplan war im Jahr 2004 verabschiedet worden, als in der Institution die Volkspartei und die inzwischen aufgelöste Regionalpartei Unió Mallorquina (UM) regiert hatten.

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